Video veröffentlicht

Diese Selenskyj-Botschaft wollte FIFA nicht senden

Ausland
18.12.2022 17:32

Nachdem der Weltfußballverband FIFA es abgelehnt hatte, eine Videobotschaft des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu senden, hat das Außenministerium in Kiew am Sonntagabend die Aufnahme selbst ins Netz gestellt. Selenskyj betonte darin, dass die Ukraine „mehr als alles andere“ nach Frieden strebe: „Im Krieg gibt es keine Champions“, sagte er im Hinblick auf die Weltmeisterschaft in Katar. 

„Ich grüße alle Fußballfans, wir schicken aus der Ukraine Friedensgrüße und ich beglückwünsche die ganze Welt zu diesem Finale“, so der ukrainische Präsident. Man werde an jenem Abend Zeuge eines „gemeinschaftlichen Sieges, eines Triumphs der Menschlichkeit“, sagte Selenskyj im Hinblick auf das Endspiel der WM zwischen Argentinien und Frankreich.

Selenskyj will globalen Friedensgipfel
Die Weltmeisterschaft habe gezeigt, wie unterschiedliche Länder und Nationalitäten zusammenkommen könnten, um zu zeigen, wer in einem fairen Spiel der Beste sei. „Unser Traum ist es, dass jeder Mensch auf der Welt dieses Spiel in Frieden erleben kann. Jeder Vater auf der Welt möchte mit seinem Sohn einmal zu einem Fußballspiel gehen - so wie jede Mutter ihren Sohn aus dem Krieg zurück haben will.“

Am Ende des Videos rief Selenskyj dazu auf, einen globalen Friedensgipfel abzuhalten. „Nur der Friede kann am Ende siegen, bitte unterstützen Sie die Ukraine darin, den Frieden wieder herzustellen. Und nun lassen Sie uns gemeinsam das Spiel genießen und den Krieg beenden.“ 

Für FIFA „zu politisch“
Die FIFA hatte es im Vorfeld abgelehnt, das Video im Rahmen des Matches zu zeigen, da die Botschaft des ukrainischen Präsidenten „zu politisch“ sei. Das Austragungsland Katar hatte hingegen, entgegen seines üblichen Kurses, sämtliche politische Statements im Rahmen der WM zu sanktionieren, die Übertragung genehmigt.

Selenskyj würde sich mit Putin prügeln
Auch abseits der Videobotschaft sorgte Selenskyj für Schlagzeilen. So sagte er am Sonntag auf eine entsprechende Frage in einem Interview mit dem französischen TV-Sender TF1, er würde gerne und jederzeit für einen Zweikampf mit Kremlchef Wladimir Putin (70) in den Ring steigen: „Ein echter Mann, wenn er jemandem etwas sagen will, oder wenn er - wie sagt man das, ihm eine in die Fresse hauen will - dann macht er das selber, und schickt nicht irgendwelche Mittelsleute.“

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