Nicht einmal mehr einen Monat ist es bis zum Weltcup der Nordischen Kombination in der steirischen Ramsau hin. OK-Chef Alois Stadlober und sein Team arbeiten hinter den Kulissen mit Hochdruck an der Organisation des Wintersport-Ereignisses. Mit der „Steirerkrone“ sprach Stadlober über die aktuelle Schneelage, Fußball-Konkurrenz und den großen Traum einer Weltmeisterschaft. Denn die Ramsau denkt ernsthaft über eine Bewerbung für die WM 2029 nach...
Absagen hier, Absagen dort – die Wetterlage bereitet den Weltcup-Organisationen heuer mancherorts ganz schön großes Kopfzerbrechen. Von 15. bis 17. Dezember soll auch wieder der Weltcup der Nordischen Kombination in der Ramsau stattfinden. OK-Chef Alois Stadlober blickt euphorisch auf die Bewerbe: „Wir zittern nicht, machen uns auch keine großen Sorgen. Wir sind mit dem Snowfarming gut aufgestellt. Alles wartet nur noch auf die Beschneiung der Loipe und der Schanze“, so der Steirer. „Natürlich hoffen aber auch alle bei uns noch auf kältere Bedingungen. Die Schneekontrolle durch die FIS steht aber ohnehin erst am 8. Dezember an.“
Seit 2000 ist Stadlober nun hautnah am Geschehen in der Ramsau dabei. „Seither haben wir nur einmal - nämlich 2000 - den Weltcup absagen müssen. Inzwischen haben wir jedoch technisch ganz andere Möglichkeiten als damals. Es sollte also alles nach Plan verlaufen.“
Wieder mit Zuschauern
Nach zwei Weltcup-Wintern ohne Zuschauern sind jedenfalls heuer auch wieder Fans erlaubt. „Wichtig für den Sport. Und erstmals wird es freien Eintritt geben“, hofft der 60-Jährige am Rande der Schanze und der Loipe auf viel Besucher-Zuspruch – trotz der gleichzeitig stattfindenden Fußball-WM. „Unsere Bewerbe sind früher und am Freitag und Samstag – so stehen wir auch nicht in Konkurrenz mit dem Weltmeisterschaftsfinale in Katar.“
Apropos WM: Hinter den Kulissen arbeiten Stadlober und sein Team seit Juni an ganz großen Plänen. „Wir denken ernsthaft über eine Bewerbung der Nordischen WM für 2029 nach.“ Was Charme hätte: 30 Jahre nach der letzten WM 1999. „Wir wollen eine zeitnahe Entscheidung, sind mit allen nötigen Gesprächspartnern im Austausch.“ Eine mögliche WM würde auch die dringend notwendige Adaptierung der Schanze vorantreiben. „Es wäre eine große Chance für die Ramsau.“ Finanziell müsste man aber kräftig anpacken. Als Ansatz: Das Infrastruktur-Budget für die WM in Seefeld 2019 betrug 33 Millionen Euro.
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