In Graz verurteilt

18-Jähriger stieß Schülerinnen auf Gleise

Steiermark
14.11.2022 17:47
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Emotionslos steht ein 18-jähriger Steirer am Montag in Graz vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, zwei Schülerinnen auf einem oststeirischen Bahnhof auf die Gleise gestoßen zu haben. Einfach so. Es waren Zufallsopfer. Ein Mädchen würgte er auch mit einem Gepäckspanner. „Nur ein Streich“, erklärt er. Der Psychiater empfiehlt eine Einweisung.

Ganz in Schwarz erscheint der 18-Jährige vor Gericht. Er wird von zwei Justizwachebeamten in Handschellen aus der Untersuchungshaft vorgeführt. Die Vorwürfe sind massiv. Der 18-Jährige soll auf einem Bahnhof zwei Schülerinnen auf die Gleise gestoßen haben. Einfach so. Die 13-Jährigen kamen gerade aus der Schule. Als sie versuchten, raufzuklettern, stieß er sie wieder runter. Eines der Mädchen würgte er dann auch noch mit einem Spanngurt.

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Es war nicht korrekt, ich weiß. Es sollte nur ein Jugendstreich sein.

Der Angeklagte

„Was wäre, wenn ein Zug gekommen wäre?“, fragt ihn Richterin Kornelia Philipp. „Dann hätte ich sie eh wieder rauf geholt“, meint der Steirer emotionslos. „Es war nicht korrekt, ich weiß. Es sollte nur ein Streich sein.“

„Das kann tödlich enden“
Das macht sogar den psychiatrischen Sachverständigen Manfred Walzl fast sprachlos. „Jemanden auf die Gleise zu werfen und mit einem Expander zu würgen, kann tödlich enden. Und Sie lächeln hier die ganze Zeit.“ Der Angeklagte zuckt mit den Schultern. Walzls Meinung nach leidet der 18-Jährige an einer Persönlichkeitsentwicklungsstörung. „Er ist emotional instabil und höchst impulsiv.“ Eine Therapie im Maßnahmenvollzug hält er für sinnvoll.

Die Richterin folgt der Empfehlung. 23 Monate Gefängnis plus Einweisung. Der Steirer nimmt das Urteil an.

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