n den 1970er-Jahren waren autofreie Tage tatsächlich noch Realität und wurden von den Behörden verfügt, weil ein Engpass der Versorgung mit Erdöl drohte. Als Relikt alter Zeiten blieb seit damals der 22. September über: Der internationale autofreie Tag. Und auch in der heutigen Zeit würde sich so ein Schritt in Anbetracht der steigenden Spritpreise und in Sachen Umweltgedanken durchaus anbieten.
Eine „Krone“-Umfrage zeigte allerdings, dass den meisten Oberösterreichern gar nicht bewusst ist, dass man am heutigen Tag sein Auto eigentlich stehen lassen sollte. Laut dem Verkehrsclub Österreich (VCÖ) verzichten in Oberösterreich 180.500 Menschen ab 16 Jahren das ganze Jahr über auf ein Auto – sind also auf eine gute Öffianbindung oder autofahrende Freunde angewiesen. Weitere 65.500 sitzen nur ein paar Mal im Jahr hinter dem Steuer.
Ich habe nicht gewusst, dass es einen autofreien Tag gibt. Ich brauche eine Motivation, um mein Auto stehen zulassen und werde daher nicht mitmachen.
Harald Helmberger, Wartberg/Krems
Sparen bei Mobilitäts-Ausgaben
„Wer möglichst viele Alltagswege mit Öffis, Rad oder zu Fuß zurücklegt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und und spart sich viel Geld“, sagt Michael Schwendinger vom VCÖ. Laut Berechnungen des Verkehrsclubs haben Haushalte mit einem Pkw - egal ob sie in der Stadt oder am Land leben - durchschnittliche Mobilitäts-Ausgaben von 6200 Euro pro Jahr.
Autofreie Haushalte in der Stadt hingegen brauchen für ihre Fahrten im Schnitt 1650 Euro, am Land sind es überhaupt nur 1430 Euro. Im Vergleich zu Haushalten mit zwei Autos ersparen sich autofreie Haushalte sogar rund 9000 Euro pro Jahr.
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