Eine 65-Jährige aus St. Florian bei Linz bekam einen Schock, als ihr Stromanbieter den neuen Preis bekannt gab. DIe Kundin soll in Zukunft das Zehnfache blechen. „Das ist ein Drittel meiner Pension“, ist die Frau verzweifelt.
„Ich habe vor zwei Jahren den Energieanbieter gewechselt, bekam heuer zu Jahresbeginn eine Preisanpassung. Jetzt war ich total baff, als mir das Schreiben mit neuen Tarifen in den Briefkasten geflattert ist. Bisher hab ich 0,1077 Euro brutto für die Kilowattstunde bezahlt. Ab 1. Oktober verlangen sie von mir 0,9990 Euro/kWh brutto“, sagt Ingrid F. (65) aus St. Florian bei Linz: „Ich hab’s mir durchgerechnet. Bisher hab ich 54 Euro im Monat für den Strom bezahlt, jetzt sind es 450 bis 500 Euro. Ich bekomme 1400 Euro Pension, das ist ein Drittel.“
Historischer Anstieg an Rohstoffmärkten
Das Unternehmen namens Grünwelt, das auf Anfrage nicht reagierte, schrieb in der Kundeninfo: „Seit mehreren Monaten erleben wir einen historisch beispiellosen Anstieg der Beschaffungspreise an den Rohstoffmärkten. Gleichzeitig steigen die Gesamtkosten für die Belieferung Ihrer Anlage. Als Ihr Öko-Strom Lieferant haben wir die gestiegenen Beschaffungskosten seit einiger Zeit mitgetragen. Trotz aller Bemühungen können wir nun nicht mehr darauf verzichten Ihre Preise im angemessenen Verhältnis zu den gestiegenen Kosten anzupassen.“
Erhöhung auch beim Gas
Die Kundin will jetzt kündigen, um so bis Jahresende nur den garantierten Preissatz berappen zu müssen. Die Suche nach einem neuen Stromanbieter gestaltet sich aber schwierig. Regionale Versorger wimmeln derzeit Kunden in spe eher ab. Damit nicht genug: Auch beim Gas sieht’s gar nicht gut aus. Ingrid F.: „Im Vorjahr hab’ ich 680 Euro fürs Warmwasser gezahlt. Die neue Vorschreibung macht 2200 Euro aus. Wenn’s so weiter geht, betragen meine Fixkosten insgesamt 1200 Euro im Monat.“









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