Eineinhalb Wochen vor dem Schulbeginn am 12. September sind an Volks- und Mittelschulen in OÖ noch 250 Dienstposten unbesetzt. Die Bildungsdirektion setzt daher auf Überstunden als Ausweg
Aktuell sind derzeit noch ca. 250 Stellen, vor allem Teilzeitbeschäftigungen, unbesetzt. „Es werden aber jetzt täglich Personalaufnahmen und -zuteilungen getätigt, wodurch sich die Zahl laufend verringert“, so Herwig Kerschbaumer, Leiter der Stabsstelle Bildungscontrolling/Kommunikation bei der Bildungsdirektion OÖ.
Zur besseren Einschätzung:
Vorläufig gibt es für das Schuljahr 2022/23 an Oberösterreichs Pflichtschulen insgesamt 11.800 Planstellen. „An den Volks- und Mittelschulen haben wir den größten Personalbedarf“, sagt Kerschbaumer, der aber auch darauf verweist, dass sich bei den Fächern mit besonderem Personalbedarf in den vergangenen Jahren nicht viel verändert.
Frei nach dem Motto „Was Hänschen nicht lernt, will Hans auch nicht unterrichten“. Betroffene Fächer sind Deutsch, Englisch, Mathematik, Physik, Chemie, Informatik sowie Bewegung und Sport. Wenig tröstlich: Dieser Personalmangel ist in allen sechs Bildungsregionen zu verzeichnen. Teilweise werden vor allem in den Volksschulen noch vereinzelt Klassenlehrer benötigt.
Nur Zwischenbilanz
„Letztlich handelt es sich derzeit nur um eine Zwischenbilanz, das möchte ich betonen“, so Kerschbaumer: „Wir sind gerade mitten in der Phase der Personalanstellungen.“ Interessanter Nachsatz: Fehlendes Personal werde mittels Mehrdienstleistungen kompensiert. Die Übersetzung aus dem Amtsdeutschen: Weil es zu wenig Lehrkräfte gibt, sollen die vorhandenen Pädagogen mehr arbeiten, sprich Überstunden leisten. Ist die sogenannte Supplierreserve von 20 Stunden im Jahr aufgebraucht ist, lohnt sich der Mehraufwand.











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