Eine Wende gab es diese Woche in einem jahrelangen Rechtsstreit um ein Grundstück im Tiroler Polling. Ein Bürger verlor in zweiter Instanz und muss demnach ein Grundstück zurückgeben, das ihm die Gemeinde günstig verkauft hatte. Die Gemeinde schießt mit Kanonen auf Spatzen, so die Oppositionspartei Liste Fritz zur jüngsten Entwicklung in dem Fall.
Das Landesgericht hat für Mario Greil geurteilt, das Berufungsgericht für die Gemeinde: „Im Fall der Gemeinde Polling gegen Mario Greil bleiben nur Verlierer übrig: Für die junge Familie mit den zwei kleinen Kindern sind die Klage der Gemeinde und das mehrjährige Verfahren existenzbedrohend, die Kosten sind inzwischen höher als der Wert des Grundstückes“, nimmt Liste-Fritz-Klubchef Markus Sint zu dem Fall Stellung, den er seit Beginn begleitet.
Für die Gemeinde Polling bleibe übrig, „dass sie einen jungen Mitbürger, seine Frau und die zwei Kinder um den Traum vom eigenen Häuschen in Polling gebracht hat.“
„Stellvertreterkrieg gegen den Vater“
„Siege sehen anders aus!“, kommentiert Sint die jüngsten Entwicklungen in Polling. Es sei offensichtlich, dass die Gemeinde mit Kanonen auf Spatzen schieße.
In Wahrheit gehe es nicht um das 400-Quadratmeter-Grundstück, „sondern um einen Stellvertreterkrieg gegen den Vater als engagierten und erfolgreichen Oppositionspolitiker. Ich lehne diese Sippenhaftung zutiefst ab! Die Krokodilstränen der Gemeindeführung ändern jetzt auch nichts mehr am schalen Beigeschmack. Die Gemeindeführung hätte sich vor dem Prozess gegen das junge Ehepaar überlegen müssen, was die Folgen eines Gerichtsverfahrens sein können.“













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