Seit vielen Jahren lebt er als Deutscher unter Briten, seit vielen Jahren nennt er Großbritannien seine Heimat, seit vielen Jahren genießt er die Zuneigung der Bevölkerung - doch bald schon könnte Boris Becker das alles für immer verlieren! Denn nach der Entlassung aus dem Gefängnis, wohin ihn sein fragwürdiger Umgang mit seiner Insolvenz gebracht hatte, steht ihm die Abschiebung bevor ...
Die „Mail on Sunday“ zitiert in dem Zusammenhang einen Sprecher des Innenministeriums in London, der Becker zumindest die Rute ins Fenster stellt. „Jeder Ausländer, der zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird, wird zum frühestmöglichen Zeitpunkt für die Abschiebung in Betracht gezogen.“
Heißt: Becker muss nicht, kann aber sehr wohl sofort nach Verbüßung der ersten Hälfte seiner zweieinhalbjährigen Haftstrafe auf Bewährung aus dem HMP Huntercombe („Her Majesty‘s Prison Huntercombe“) in Nuffield - 70 Kilometer westlich von London - entlassen und dann umgehend abgeschoben werden.
Ob es die britischen Behörden so weit kommen lassen, ist allerdings fraglich. Beckers Image mag durch seine Verurteilung gelitten haben, als Gefahr für die Sicherheit in Großbritannien wird er allerdings nicht gesehen - anders als illegal ins Land gekommene Asylbewerber, die auf Geheiß Londons möglichst bald ins ostafrikanische Ruanda ausgeflogen werden sollen. Dorthin wird es Becker maximal als Urlauber verschlagen ...








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