Nachdem vergangene Woche 138 Geflüchtete und Migranten in einem Nachtzug in Tirol aufgegriffen wurden und es zahlreiche Anzeigen hagelte, hat das Land zur Bewältigung des verstärkten Migrationsaufkommens vorsorglich eine Task Force eingerichtet. Diese soll wöchentlich die Lage beurteilen und das aktuelle Risiko einschätzen. Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) kündigte strenge und - sollte es notwendig sein - verstärkte Kontrollen an.
Neben dem Land Tirol seien vorerst dieTiroler Polizei, das Bundesheer, das Rote Kreuz und die Stadt Innsbruck Teil der Task Force, hieß es von Seiten der Verantwortlichen. Gemeinsam wolle man „Möglichkeiten zur Lagebewältigung ausschöpfen“, hielt die Polizei in einer Aussendung fest und kündigte an, „relevante Züge“ verstärkt zu kontrollieren. Die Zahl der „unrechtmäßig aufhältigen Migranten bzw. Personen, die in Österreich einen Asylantrag gestellt haben und in Österreich weiterreisen“, habe stark zugenommen.
Die Task Force soll zudem eine effiziente Koordination bei Festnahmen, Unterbringung und Versorgung sowie beschleunigte Verfahren gewährleisten.
Lage am Brenner „ruhig“
Auch Platters Sprecher Fabian Muigg sprach von steigenden Zahlen, mit denen man sich konfrontiert sehe. Es liege ein „Migrationsdruck“ vor, wobei Tirol bzw. Österreich nicht Zielland, sondern „Transitland“ sei. Die Migranten würden vor allem aus dem Osten Österreichs kommen und nach Italien, in die Schweiz oder Frankreich weiterreisen wollen. „Vor allem merken wir, dass die Nachtzüge seit längerem überfüllt sind,“, so der Sprecher.
Die Lage am Brenner sei hingegen derzeit „ruhig“. Durch die Task Force erhalte man nun ein wöchentliches Lagebild. Daraus abgeleitet werde es Antworten auf „Kapazitätsfragen“ und „Verfahrenbeschleunigungen“ geben. Platter setze jedenfalls weiterhin auf eine „strikte Migrationspolitik“.












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