Weniger Verkehr und bessere Luft lassen die ungeliebte Tempo-Bremse auf der Salzburger Westautobahn wackeln.
Seit seiner Einführung ist der Luft-80er auf der Stadtautobahn das Feindbild der heimischen Autofahrer. Viele würden diesen lieber früher als später abschaffen. Neben der Einbremsung gilt vor allem die Unfallstatistik als Hauptargument der Gegner. Denn durch die geringere Geschwindigkeit und daraus resultierenden geringeren Abständen ist es in der Vergangenheit, wie berichtet, zu zahlreichen Unfällen etwa beim Spurwechsel gekommen. Personen- und Blechschäden waren die Folge.
Grenzwerte werden nicht mehr überschritten
Jetzt hat der Verkehrsclub Österreich aktuelle Zahlen zur Verkehrssituation auf den Autobahnen rund um Salzburg veröffentlicht. Diese zeigen, dass es zwischen Jänner und April 2022 im Vergleich zu 2019 – dem Jahr vor der Pandemie – zu einer Verkehrsreduktion gekommen ist. Auch die Luftwerte haben sich in den letzten Jahren stark verbessert und Grenzwerte werden nicht mehr überschritten.
Bedeutet dies das Aus für die Beschränkung? Möglicherweise ja. Derzeit wartet das Land auf ein Gutachten, das spätestens Anfang Juli fertig sein soll. Dann wird die Situation bewertet. Landesvize Heinrich Schellhorn (Grüne): „Wichtig ist dabei die Zukunftsprognose, denn es darf nicht passieren, dass die Luftwerte nach Aufhebung der Maßnahme wieder überschritten werden.“
Für Schellhorn ist künftig eine flexible Variante denkbar. Dabei soll es im emissionsarmen Sommer keinen Luft-80er geben und dieser in den Wintermonaten wieder flexibel eingeschalten werden. Die Entscheidung fällt im Sommer.
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