Regionalität zählt

Appell der Landwirte: „Klasse statt Masse!“

Durch steigende Rohstoff- und Energiekosten steigen auch die Preise - und ändern die Rahmenbedingungen für unsere Bauern. Nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie setzen auch immer mehr Menschen auf Regionalität und Nachhaltigkeit. 

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Herkunft und Qualität stehen dabei, ebenso wie die Tierhaltung, an oberster Stelle beim Kaufentscheid. Hier wurden in Niederösterreich bereits hohe Maßstäbe gesetzt - etwa mit dem AMA-Gütesiegel. „Im Bereich Tierwohl setzen wir hierzulande hohe Standards um. Dieses Qualitätsniveau wollen wir weiter ausbauen“, sieht Johannes Schmuckenschlager, Präsident der NÖ Landwirtschaftkammer, noch Entwicklungspotenzial.

Langfristige Investitionen
Damit dies gelingt, müssen entsprechende Mehrkosten und Zusatzaufwände am Ladentisch besser abgegolten werden und auch die Konsumenten so ihren Beitrag leisten. Für die künftige Sicherung der Eigenversorgung brauchen die Landwirte aber planbare und langfristige Rahmenbedingungen. „Nur so sind notwendige Investitionen möglich“, betont Schmuckenschlager.

An der Schwelle der Versorgungssicherheit
Ein weiterer wichtiger Faktor ist auch die verpflichtende Herkunftskennzeichnung auf EU-Ebene, ebenso bei der Gastronomie. Im Bereich der Großküchen ist ab Sommer ein neuer direkter Vertriebskanal als Testphase geplant. „Wir brauchen einheitliche Systeme und kein Siegel-Wirrwarr“, hält Vizepräsidentin Andrea Wagner fest. Hier sind letzten Endes die Kunden gefragt: Denn nur durch eine steigende Nachfrage von Gütesiegel-Produkten – wie etwa „Mein Tierwohl“ – könne sich etwas ändern. Und es brauche Vermarktungsmöglichkeiten mit kostendeckenden Erlösen für die einzelnen Betriebe. „Wir werden in Österreich an die Schwelle der Versorgungssicherheit kommen“, warnt Werner Habermann, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Gut Streitdorf. Um dem entgegenzuwirken, brauche es alle Marktpartner – Produzenten wie Konsumenten.

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