Unfall-"Topspots"

Wo es in der Steiermark am öftesten kracht

Steiermark
03.07.2011 13:37
Wo passieren auf den steirischen Straßen die meisten Unfälle? Dieser Frage geht das Kuratorium für Verkehrssicherheit jedes Jahr im Auftrag von Stadt und Land mit der Erhebung der "Unfallhäufigkeitsstellen" nach. Definiert sind diese Häufungspunkte auf einer Strecke von 250 Metern. Am öftesten kracht es demnach an Kreuzungen. Die Gründe sind vielfältig - von Überforderung bis hin zur Sonne, die blendet.

"Immer wenn die Leute Gefahr wittern, passiert nichts", weiß Peter Felber, Leiter der KfV-Landesstelle Steiermark aus Erfahrung. Jährlich ermitteln die Experten Unfallhäufigkeitsstellen. "Das sind aber jedes Jahr andere. Sonst wäre ja unsere Arbeit für nichts." Die Zahlen bekommt dann entweder das Land oder die Stadt.

Gemeinsam - "da haben wir österreichweit eine Vorbildfunktion" - versucht man dann mit Sachverständigen und dem zuständigen Referenten herauszubekommen, woran die Häufung liegen könnte. "Oft passieren Unfälle, wenn Fußgänger, Radfahrer und Autolenker an einer Kreuzung zusammenkommen", sagt der Experte, dann kracht's aus Überforderung. Oder die Sonne blendet die Lenker. Zu viele Schilder können auch verwirren. "Jede Stelle ist anders. Man muss den Einzelfall betrachten, Problemstellen im Auge behalten und das Ganze in Relation zur Verkehrsbelastung sehen."

Getroffen werden dann zwei mögliche Maßnahmen: entweder straßenpolizeiliche (Verkehrszeichen, Markierungen) oder - die weitaus teurere Variante - bauliche Maßnahmen. Überraschend wenige Unfälle gibt es übrigens auf den heimischen Autobahnen: Pro einer Million gefahrener Kilometer kracht es gerade einmal 0,1-mal.

Die gefährlichsten Stellen der Steiermark
Um zu einer unfallträchtigen Stelle zu werden, müssen sich in einem Jahr auf einer Strecke von 250 Metern (mindestens) drei Verkehrsunfälle ähnlicher Art ereignet haben. Anbei die Top 5 Crash-Stellen der Steiermark (ermittelt in den vergangenen drei Jahren).

  • B115a, Leoben, im Kreuzungsbereich mit der Pestalozzistraße und der Vordernbergstraße (2010: sechs Unfalle; seit 2008: insgesamt 20 Unfälle) 
  • B116, Leoben, Ostererweg bis Nennersdorferstraße (5/18) 
  • B20, Kapfenberg, Kreuzung mit der B 116 auf Höhe ECE (6/17) 
  • B66, Mühldorf bei Feldbach, im Bereich der Kreuzung der B57 und der L201 (5/15) 
  • B54, Nitscha, direkt im Bereich des Ortsteils Nitscha (5/13)

Die "Topspots" in Graz

  • Verteilerkreis Webling (2010: 21 Unfälle) 
  • Puntigamerstraße/Triesterstraße/Weblingergürtel (12) 
  • Conrad-von-Hötzendorf-Straße/Fröhlichgasse (12) 
  • Kaiser-Josef-Platz/Glacistraße/Franz-Graf-Allee (10) 
  • Grazerstraße/Grabenstraße/Weinzöttlstraße/Lindengasse (9)
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