14.05.2022 06:00 |

Sanierung wäre teuer

Siedelpläne für Polizeigefängnis Paulustor

Wagt das Grazer Polizeigefängnis am Paulustor den Ausbruch aus der Innenstadt? Die Gerüchteküche in der Murmetropole brodelt jedenfalls. Die Entscheidung über einen Umzug soll demnächst fallen. Denn die altehrwürdigen Gemäuer sind in die Jahre gekommen.

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Schon vor Jahren war die Aufregung in Graz groß: Das Stadtpolizeikommando sollte laut den damaligen Überlegungen des Innenministeriums aus Kostengründen vom Paulustor nach Straßgang übersiedeln.

Auch auf Druck der Politik wurde aus diesen Plänen bekanntlich nichts. Die Chefetage der Grazer Exekutive residiert noch immer, wie bereits seit 1922, im ehrwürdigen Palais Wildenstein und dem daran anschließenden Geviert mitten im Stadtzentrum.

Sanierung ausgeschlossen
Doch jetzt könnte es offenbar wirklich zu grundlegenden Änderungen in diesem imposanten Polizeikomplex kommen. Das sich im Innenhof befindende und stets gut „besuchte“ Polizeianhaltezentrum (PAZ) ist nämlich in die Jahre gekommen. Eine Sanierung werde aus wirtschaftlichen Gründen ausgeschlossen, deshalb soll an einem Standort im Grazer Süden neu gebaut werden. So zumindest die Gerüchte, die sich hartnäckig in der Landeshauptstadt halten. „So weit ist es aber noch nicht“, stellt Polizeisprecher Heimo Kohlbacher klar.

Zitat Icon

Das Anhaltezentrum ist sehr gut ausgelastet – es wird ja auch für die Verbüßung von Verwaltungsstrafen genutzt. Daher braucht es jedenfalls eine schnelle Entscheidung.

Heimo Kohlbacher, Sprecher der Landespolizeidirektion Steiermark

Er verhehlt aber auch nicht, dass es aktuell intensive Diskussionen mit dem Eigentümer, der staatlichen Immobilienfirma ARE, über die Zukunft der historischen Gemäuer gibt.

„Die große Frage ist jetzt, ob man trotz Denkmalschutz saniert oder eben gleich neu baut. Der Ausgang dieser Diskussion ist im Moment noch völlig offen.“ Fakt ist, dass es eine schnelle Entscheidung braucht, zu desolat sind teilweise die Bedingungen. In den nächsten Wochen will man jedenfalls eine Lösung präsentieren.

Die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) wollte sich auf „Krone“-Nachfrage übrigens nicht äußern, welche Lösung ihrer Meinung nach die beste für „ihre“ Landeshauptstadt wäre.

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