Sind Kautionen weg?

Skandal im Studentenwohnheim: Neue Fakten

Hunderte Studenten in Wien zittern um ihr Geld und ihren Heimplatz. Die neuen Fakten zum Skandal.

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Der Ärger mit dem Heimplatz-Vermieter housingvienna und seine dubiosen Geschäftspraktiken regt auf - wir berichteten. Rechtliche Probleme mit der Firma gibt es seit Jahren, wie „Krone“-Recherchen ergeben. Doch warum überlassen seriöse Studentenheim-Betreiber wie die Viennabase einer Subfirma die Zimmervermittlung? Mario Scalet, Sprecher der Wiener Standortentwicklung (WSE) erklärt: „Viennabase hat auch mit anderen Organisationen Zimmerkontingente vereinbart und weitgehend gute Erfahrungen gemacht“. Der Vertrag mit housingvienna sei nun gekündigt worden, auch wegen des enormen Zahlungsrückstandes.

Scheinbar ist das Unternehmen auch gar nicht berechtigt, Zimmer vermieten. Laut Sonja Parzmayr von der Wiener Wirtschaftskammer habe housingvienna zwar zwei Gewerbescheine. Allerdings nicht für diesen Geschäftszweig. Bernhard Wernitznig von der „MieterInnen-Initiative“ kritisiert das Geschäftsmodell ebenfalls. Viele anderen Heimträger würden erst gar nicht auf solche Zwischenvermittler zurückgreifen, um Probleme wie diese zu vermeiden.

Rechtsstreit auf Kosten der Studenten
Ausgetragen wird der Rechtsstreit auf dem Rücken Hunderter Studenten - auch wenn Viennabase versichert, dass niemand auf der Straße landen werde. Skurril: In einem Schreiben an die Bewohner kündigt housingvienna ab Mai einen Preisnachlass bei Benutzungsentgelten an. Summe unbekannt. Kein Wort steht zu den bezahlten Kautionen von 550 Euro. Viele bangen, ob sie ihr Geld je wiedersehen.

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