08.04.2022 09:40 |

Für 80 Millionen Euro

Ausbau der Radkersburger Bahn auf Schiene

Der Überlebenskampf der Radkersburger Bahn ist nun auch offiziell erfolgreich beendet: Bis 2030 fließen rund 80 Millionen Euro in die Modernisierung der Lokalbahn. Bis 2035 ist die Elektrifizerung der Strecke geplant.

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Die „Krone“ berichtet schon im Februar über die positive Lösung für die Radkersburger Bahn, nun ist es sozusagen auch offiziell: „Die Modernisierung der Radkersburger Bahn ist eine wichtige Investition in die Zukunft. Unser Ziel ist es, den öffentlichen Verkehr weiterhin deutlich zu verbessern und für die kommenden Anforderungen zu wappnen - und das nicht nur im steirischen Zentralraum“, betont der steirische Verkehrsreferent und LH-Stellvertreter Anton Lang (SPÖ).

Die Modernisierung der Strecke ist Teil des so genannten Steiermark Pakets, das gemeinsam mit dem Land Steiermark vereinbart wurde. „Die Modernisierung der Radkersburger Bahn ist ein schönes Beispiel dafür, dass Klimaschutz und Mobilitätswandel nicht bei den Hauptstrecken aufhören. Rund 80 Millionen Euro werden in den kommenden Jahren dafür aufgebracht, die Regionalstrecke attraktiver, zukunftssicher und nachhaltiger zu gestalten", sagt die Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG, Judith Engel.

Bis 2030 werden durch die Investitionen kürzere Fahrzeiten und attraktivere Verbindungen zwischen Graz, der Region Radkersburg und Marburg möglich. Konkret können Fahrgäste künftig in unter einer Stunde von Graz nach Bad Radkersburg reisen. Die Fahrzeit zwischen Spielfeld und Bad Radkersburg wird sich um 13 Minuten verkürzen. Ermöglich wird das durch die  Anhebung der Geschwindigkeit auf bis zu 120 km/h sowie die Auflassung von rund 38 Eisenbahnkreuzungen - 24 weitere werden technisch gesichert. Zusätzlich werden die Voraussetzungen für schnelle Direktzüge zwischen Graz und Bad Radkersburg geschaffen. Insgesamt wäre bis 2030 somit eine Verdoppelung des Zugangebots und der Fahrgäste auf der Radkersburger Bahn realistisch.

Bis zu 160 km/h möglich
Bis 2035 soll die Radkersburger Bahn dann auch elektrifiziert werden. Daraus ergibt sich eine noch kürzere Fahrzeit, eine Anhebung der Geschwindigkeit auf bis zu 160 km/h und eine mögliche Verdreifachung des Zugangebots. Die Arbeiten haben übrigens schon begonnen: So wird bis Ende des Jahres die Gnasbachbrücke zwischen Gosdorf und Unterpurkla erneuert. 

Neue Bahnhöfe entstehen
Ab 2027 sind die Hauptarbeiten geplant. Dazu gehören u.a. die Auflassungen der Eisenbahnkreuzungen, die Erweiterungen von P&R-Anlagen, technische Sicherungen und der Neubau des Bahnhofs Gosdorf. Die Hauptarbeiten der zweiten Phase - inkl. Bau eines neuen Bahnhofs in Lichendorf - sind von 2033 bis 2035 geplant.

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