Nach Busunglück

Ermittlungen zur Unfallursache in vollem Gange

Nach dem schweren Busunfall in Würnsdorf bei Pöggstall (Bezirk Melk) mit 39 Verletzten am Mittwochabend sind nun die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Gange. Ein Kfz-technischer Sachverständiger soll das Fahrzeug und die Unfallursache untersuchen, so Gerhard Sedlacek, Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten, am Freitag. Wann jedoch ein Ergebnis vorliegen werde, könne man noch nicht abschätzen.

Der Kfz-Techniker soll gemeinsam mit zwei weiteren Gutachtern sowohl den Tachografen auswerten als auch die Bremsanlage des Fahrzeugs genau unter die Lupe nehmen. Daneben werde er auch eine verkehrstechnische Expertise zum Unfallhergang erstatten. Die Polizei muss sämtliche Fahrzeuginsassinnen als Zeuginnen befragen.

Leitschiene durchschlagen und über Böschung gestürzt
Der mit 43 Bäuerinnen aus dem Bezirk Amstetten besetzte Bus hatte am Mittwoch gegen 20.30 Uhr auf der B36 aus Richtung Ottenschlag kommend bei einer Kreuzung eine Leitschiene durchschlagen und war danach über eine 15 bis 20 Meter steil abfallende Böschung gestürzt. Dann kam das Fahrzeug auf der rechten Seite zu liegen. Laut "144 - Notruf NÖ" gab es vier Schwer-, 20 Mittel- und 15 Leichtverletzte. Drei Notarzthubschrauber, drei Notarztwagen, 28 Rettungsfahrzeuge und zehn Feuerwehren standen im Einsatz. Unfallursache dürften nach Angaben der Lenkerin defekte Bremsen gewesen sein.

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