17.03.2022 20:53 |

Was hat Putin vor?

14 russische Kriegsschiffe nehmen Kurs auf Odessa

Der russische Präsident Wladimir Putin hat offenbar einen neuen Angriff vom Wasser aus gegen die Ukraine vor. Medienberichten zufolge nehmen derzeit mindestens 14 russische Marineschiffe Kurs auf die Großstadt Odessa an der ukrainischen Schwarzmeerküste. Das ukrainische Militär hatte schon vor Wochen Barrikaden im Großraum Odessa errichtet (siehe Video oben).

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Wie die deutsche „Bild“-Zeitung berichtete, zeigen aktuelle Satellitenbilder, dass im Schwarzen Meer 14 russische Kriegsschiffe in drei verschiedenen Gruppen auf die Region Odessa zusteuern. Experten vermuten, dass die Landungsschiffe Truppen transportieren, die Odessa einnehmen sollen.

Schüsse auf kleinere Städte - nur Tests?
Bereits am Mittwoch sollen mehrere Schiffe das Feuer mit Raketen und Artillerie auf zwei kleinere Städte in der Region eröffnet haben. „Sie feuerten eine große Menge an Munition aus großer Entfernung ab“, zitiert das Redaktionsnetzwerk Deutschland den Berater des ukrainischen Innenministeriums, Anton Heraschtschenko. Er vermutet, Russland habe die ukrainische Küstenverteidigung testen wollen. Landungsversuche habe es nicht gegeben.

Ob die Geschosse Schäden angerichtet haben, ist nicht bekannt. Die ukrainische Marine hatte nach der Annexion der Krim durch Russland ihr Hauptquartier nach Odessa verlegt. Sie verfügt über mehr als ein Dutzend Schiffe.

Odessa für Ukraine enorm wichtig
Die russischen Truppen haben bereits nahezu die gesamte ukrainische Küste eingenommen. Odessa bleibt die einzige und zugleich die wichtigste Verbindung für den ukrainischen Handel. Würde nun auch sie in russische Hände fallen, wäre die Ukraine ganz vom Meer abgeschnitten und der Großteil der dringend benötigten Güter könnte nicht mehr auf dem Seeweg das Land erreichen.

Nur ein Bluff Putins?
Der Leiter der Regionalverwaltung von Odessa ist um Beruhigung bemüht. Es sei nicht zu erwarten, dass sich russische Schiffe in der Nähe von Odessa an einer bevorstehenden Aktion beteiligen. Es solle lediglich „psychologischer Druck“ ausgeübt werden.

Odessa: Ausgangssperren und Barrikaden
Dennoch rüstet sich Odessa aktuell für einen etwaigen Angriff Russlands. Viele Menschen sollen die Stadt bereits verlassen haben. Es gibt eine nächtliche Ausgangssperre und an den Eingängen zur Millionenstadt Straßensperren, erklärte der Bürgermeister. „Odessa hat sich in eine große Festung verwandelt, und wir sind bereit, unseren Platz zu verteidigen.“

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