Eine mangelnde Versorgung ihres 84-jährigen Vaters wirft eine Tirolerin (Name der Redaktion bekannt) den Tirol Kliniken vor. Dieser sei an zwei Tagen hintereinander schwer gestürzt, sei jedoch beide Male nach der Behandlung wieder nach Hause geschickt worden. Die Klinik betont, dass kein fahrlässiges Verhalten vorliege.
Insgesamt dreimal - zweimal in Innsbruck, einmal in Hall - wurde der Pensionist laut der Tochter behandelt. „Mein Vater ist am 11. Februar gestürzt und wurde daraufhin positiv auf Corona getestet“, schildert sie der „Tiroler Krone“. Mit einem Hämatom im Gesicht sei der 84-Jährige wieder nach Hause geschickt worden. Dafür hatte die Tochter auch Verständnis.
Mit Rippenbruch und Prellungen nach Hause geschickt
Zehn Tage später sei er erneut gestürzt. „Er wurde mit dem Notarzt in die Klinik gebracht, wo ein dreifacher Rippenbruch, Prellungen und ein Bluterguss diagnostiziert wurde. Sein PCR-Test ergab einen CT-Wert von 30,6. Daraufhin schickte die Klinik ihn erneut nach Hause“, erzählt die Tochter weiter, die zudem erklärt, dass ihr Vater zu diesem Zeitpunkt alleine gelebt habe, da auch seine Frau im Krankenhaus gelegen sei.
„Derartige Missstände müssen an Öffentlichkeit“
Nur einen Tag später, am 22. Februar, sei der 84-Jährige abermals gestürzt. Die Ärzte hätten folglich eine Gehirnerschütterung und eine Platzwunde festgestellt. Vor der Einlieferung habe er sich noch mehrmals übergeben. „Die Klinik schickte ihn sofort wieder nach Hause mit der Begründung, dass er wegen Corona nicht stationär aufgenommen werden könne.“
Abschließend betont die Tochter, „dass solche Missstände doch an die Öffentlichkeit gelangen müssen“.
„Stationäre Aufnahme war nicht gerechtfertigt“
Die „Tiroler Krone“ konfrontierte freilich auch die Tirol Kliniken mit den Vorwürfen. Diese weist Pressesprecher Johannes Schwamberger zurück: „Der Patient wurde in allen drei Fällen gewissenhaft untersucht.“ Es seien Laboruntersuchungen erfolgt, eine Computertomografie durchgeführt worden und man habe eine Sozialanamnese gemacht.
Die behandelnden Ärzte seien jedes Mal zu demselben Ergebnis gekommen, nämlich dass „eine stationäre Aufnahme nicht gerechtfertigt ist“.








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