Tiroler verurteilt

Drei Jahre Haft für Befummeln von Zwölfjähriger

Tirol
18.05.2011 09:25
Wie kann es sein, dass ein zwölfjähriges Mädchen und ihr kleiner Bruder ohne Aufsicht (!) um 23 Uhr den Bus nach Innsbruck verpassen? Dies war allerdings nur ein Randthema bei einem aufsehenerregenden Prozess am Dienstag am Innsbrucker Landesgericht. Im Zentrum: Ein 23-Jähriger, der das Mädchen befummelte und Sex wollte - dafür muss er drei Jahre hinter Gitter.

Es kann schon sein, dass auch das Mädchen seinen Beitrag geleistet hat - aber das darf keine Ausrede sein. Der damals 21-jährige Freund der Stiefschwester der Zwölfjährigen hat es sich damals zunutze gemacht, dass das Mädchen - gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder - bei ihm nächtigte. Es kam zu heftigen sexuellen Berührungen im Genitalbereich, für die der junge Mann nicht rechtskräftig zu drei Jahren Haft verurteilt wurde.

Pflegeeltern genehmigten Übernachtung
Offen bleibt, wie es dazu kommen konnte, dass die zwei Kinder beim Verurteilten übernachteten. Zuvor hatten die beiden den 23-Uhr-Bus nach Innsbruck versäumt. Nach einem Anruf bei den Pflegeeltern hatten diese dann die Übernachtung genehmigt. An dieser Vorgehensweise wurde am Dienstag auch deutliche Kritik laut.

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