Chinas Superstar Eileen Gu hat bei den Olympischen Winterspielen im dritten Wettbewerb die dritte Medaille gewonnen. Nach Gold im Big Air und Silber im Slopestyle landete die 18-Jährige am Freitag in Zhangijakou auch im Halfpipe-Wettbewerb an der Spitze. Schon im ersten ihrer drei Versuche machte Gu die Goldmedaille klar und legte im zweiten Sprung mit 95,25 Punkten nach. Silber und Bronze ging an die Kanadierinnen Cassie Sharpe und Rachael Karker.
Die gebürtige Amerikanerin Gu, die für das Gastgeber-Land China startet, ist die erste Freestylerin, die drei Medaillen bei denselben Spielen holte. Österreicherin war in dem Bewerb keine am Start.
Einzig die Schweizerin Mathilde Gremaud schaffte es, Gu im Heimatland von deren Mutter zu besiegen, indem sie im Slopestyle triumphierte. Die auch mit einem Model-Vertrag ausgestattete Athletin vermochte dies aber gut wegzustecken, wie ihr Sieg am Freitag demonstrierte.
Bei Gus Sieg im Big Air war die chinesische Social-Media-Plattform Weibo vorübergehend zusammengebrochen, weil sich so viele User für sie interessierten. Sie bietet aber auch Angriffsflächen für Kontroversen - vor allem wegen ihrer Staatsbürgerschaft. „Wenn ich in China bin, bin ich Chinesin. Wenn ich in den USA bin, bin ich Amerikanerin“, pflegt sie zu sagen. Eine doppelte Staatsbürgerschaft wird in China allerdings nicht anerkannt.
Mit einem Post auf Instagram trat sie zudem einen kleinen Skandal los. Auf die Frage eines Users, warum sie das in China zensierte Netzwerk benützen darf, riet Gu diesem, die Zensur mittels eines VPN (Virtual Private Network) zu umgehen, was in China jedoch verboten ist. Kurz danach wurde der Eintrag gelöscht.
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