Do, 18. Oktober 2018

Leserbrief

17.05.2011 09:59

Ärger richtet sich gegen die Halter, nicht die Hunde

Mit welchem Selbstverständnis Hundeattacken und Hundebisse als gegeben hingenommen werden ist erschreckend und bezeichnend für die fragwürdige Einstellung so mancher Hundehalter. In einer Gesellschaft, die unter dem Deckmantel der Tierliebe die Vermenschlichung von Hunden bis zur Perversion betreibt ist anscheinend kein Platz mehr für Kritik.
Ratsam wäre für alle Hundehalter sich so zu verhalten, dass Nicht - Hundehalter auch nicht belästigt werden. Das ist ein frommer Wunsch, weil die meisten Hundehalter davon überzeugt sind, ihr "Hund tut eh nix" und sich nicht einmal an die gesetzlichen Bestimmungen, wie Aufsichtspflicht, Leinen -und Beißkorbpflicht halten. Wer es wagt darauf aufmerksam zu machen wird als "Hundehasser" beschimpft. (…)

Der Ärger richtet sich absolut nicht gegen die Hunde (Damit das Argument des "Hundehasser" vom Tisch ist), sondern gegen die verantwortungslosen Hundehalter. Es geht auch nicht darum, das Halten von Hunden zu verbieten und den Menschen die soziale Funktion ihres Tieres in ihrem Leben streitig zu machen. Die Freiheit des einen endet dort, wo die Freiheit des anderen verletzt wird. (…)

Folgende Vorschläge mit Lösungscharakter: Hundezonen für Hundebesitzer in jeder Gemeinde und Stadt, dort sind Hundehalter unter sich und können ihren Lieblingen freien Lauf lassen. Nur dort dürfen Hunde frei laufen, bellen, ihre Geschäfte verrichten. Im Gegenzug müssten aber viel mehr hundefreie Zonen geschaffen werden. In Parkanlagen, Ausflugszielen, öffentlichen Plätzen, usw.
(…) Die von rücksichtslosen Hundehaltern an den Tag gelegte Uneinsichtigkeit und Sturheit ist meiner Meinung nach nur durch restriktive Handhabung von strengen und tatsächlich kontrollierten Gesetzen zu unterbinden. Das würde in der Praxis bedeuten:

  • Punkteführerschein für Hundehalter (bei wiederholten Vergehen: Entzug der Hunde)
  • Hohe Geldstrafen bei Verstoß gegen das Tierhaltegesetz
  • Bei Entzug bzw. Wegnahme der Hunde müssen die Hundehalter für die Kosten der Unterbringung in einem Tierheim aufkommen.
  • Verbot von illegaler Hundezucht und Import von Hunden
  • Bei Hundebissen mit schweren Verletzungen und Todesfolge: Freiheitsstrafe für die Hundehalter!

Mag. Friedrich Michael Kaminsky aus Tulln

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