Durch Probebohrungen

Angst vor riesiger Fotovoltaik-Anlage nun befeuert

Niederösterreich
12.02.2022 06:08
Ausgerechnet in der Heimatgemeinde von Umweltlandesrat Stephan Pernkopf, Wieselburg-Land im Bezirk Scheibbs, lässt ein geplantes Megaprojekt für Freiflächen-Fotovoltaik viele Bürger Schlimmes befürchten. 20 Hektar Agrarland sollen dafür verwendet werden. Bevor noch Fotovoltaik-Zonen feststehen, startete die Gemeinde Probebohrungen für Brunnen. Wirbel ist vorprogrammiert!

Zuerst ein Brunnen, dann ein agrartechnisch „minderwertiges“ Brunnenschutzgebiet, und schließlich eine Genehmigung für die Monsteranlage im Bereich der Fotovoltaik – die Gerüchteküche in Gumprechtsfelden in der Gemeinde Wieselburg-Land kocht aktuell über. Grund dafür sind das geplante, 20 Hektar große Solarprojekt der Firma Ökovolt – und die aktuellen Probebohrungen der Gemeinde für die künftige Wasserversorgung in der Region.

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Nächste Woche sollen die Proben fertig sein. Dann kennen wir den Zustand der Wasserversorgung. Nicht mehr, und nicht weniger.

Karl Gerstl, ÖVP-Bürgermeister in Wieselburg-Land.

Marc Zeilerbauer, Futtermittelhändler in der Region und unmittelbarer Anrainer, erklärt: „Die Bevölkerung hat ihren Unmut bezüglich des Projekts schon deutlich kundgetan.“ Denn seien die landwirtschaftlichen Flächen erst einmal - etwa durch Brunnen - nicht mehr in vollem Umfang nutzbar, könnten sie mit Solarpaneelen zugepflastert werden, so die Befürchtung.

Land gibt Entwarnung
Land und Gemeinde geben aber rasch Entwarnung: „Diese Probebohrungen haben überhaupt nichts mit der Fotovoltaik-Anlage zu tun. Da hören manche schon das Gras wachsen“, winkt ÖVP-Bürgermeister Karl Gerstl ab. Ein etwaiges Brunnenschutzgebiet würde eine künftige Solaranlage im Ernstfall sogar erschweren beziehungsweise die Auflagen verschärfen, heißt es.

Stephan Pernkopf (VP) (Bild: NLK Filzwieser)
Stephan Pernkopf (VP)

Dem folgt auch die Argumentation im Büro von Landesvize Pernkopf: „Unsere Planungen für die künftige Zonierung sehen keine Projekte in Brunnenschutzgebieten vor“, so ein Sprecher. Somit könnten sich die Befürchtungen der Bevölkerung bald gänzlich in Luft auflösen. Wenn es denn in Gumprechtsfelden wirklich heißt: Brunnenbau statt Bodenfaß. - Hoffentlich!

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