07.02.2022 16:00 |

Im MuseumsQuartier E

„Rocky Horror Show“ bringt Glamour nach Wien

Von 15. bis 27. Februar gastiert die famose „Rocky Horror Show“ in der Halle E des MuseumsQuartiers in Wien. Wir durften vorab schon einen kleinen Blick hinter die Szenen des Kultmusicals von Richard O‘Brien ergattern. Bei der Hälfte der Termine wird niemand Geringerer als Klaus Eberhartinger als Erzähler durch die Show führen.

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„Let’s do the time warp again!“ - nach einer pandemiebedingten Zwangspause kommt die kultige „Rocky Horror Show“ diesen Februar endlich wieder auf Österreichs Bühnen. Inszeniert wird das Spektakel vom britischen Musical-Regisseur Sam Buntrock, der mit seiner Version bereits mehr als eine Million Menschen zu begeistern wusste. Stets ein Auge auf das Event hat „Rocky Horror“-Erfinder Richard O’Brien. „Die ,Rocky Horror Show‘ war für mich immer wie ein unzähmbares Kind, das völlig unbekümmert hüpft und springt, egal wo, wann und warum.“ Im Düsseldorfer Capitol Theater bereitet sich der Cast seit mehreren Wochen mittels intensiver Proben auf die zeitgemäß 2022er-Version der Kultshow vor.

Sicherheit geht vor
„Die Sicherheit war und ist oberstes Gebot“, erklärt Buntrock in einem Interview, „es wird täglich getestet und alle sind immer mit Masken unterwegs. Gab es tatsächlich einmal einen Corona-Fall, wurde diejenige Person im Cast sofort isoliert.“ Produzent Ralf Kokemüller weiß, dass es gerade in diesem Jahr vor allem um eines geht: „Die Leute wollen sich amüsieren und eine gute Zeit haben. Sie wollen für ein paar Stunden aus dem Alltag gerissen werden. Da sind sie bei uns genau richtig.“ Glamour, Sex-Appeal und jede Menge schrille Momente begleiten das Musical, das vor knapp 49 Jahren im Londoner Royal Court Theatre uraufgeführt wurde und nicht zuletzt wegen Tim Curry und Meat Loaf zum zeitlosen Kult wurde. Dem unlängst verstorbenen Sänger wird in der Neuversion der „Rocky Horror Show“ auf besondere Art und Weise gehuldigt. Er sang in seiner Rolle als Eddie einst den Gassenhauer „Hot Patootie - Bless My Soul“.

Überhaupt wurde das Spektakel über Monate hinweg aufwendig überarbeitet und adaptiert, um den Zeitgeist mit der Tradition zu vermengen. Das alleine die letzte Tour der „Rocky Horror Show“ rund 250.000 Menschen in verschiedene Säle und Arenen lockte, war Buntrock und Co. Auftrag genug, um mit der neuen Version noch mehr Begeisterung zu entfachen. „Ich wollte schon immer typische Kinoelemente auf der Bühne ausprobieren, denn Filme passen schließlich zur ,Rocky Horror Show‘“, erzählt der Regisseur, „jetzt haben wir einige visuelle Highlights geschaffen, die diese Idee noch viel weiter fortführen werden. Das ist so aufregend und wir hoffen, dass es die Leute umhauen wird. Gleichzeitig rücken wir uns noch intimer und stärker auf die einzelnen Figuren der Show aus.“

Wieder Geschichten erzählen
Die „Rocky Horror Show“ steht wie wenig andere Musicals für Gemeinschaft und das Miteinander. Begriffe, die weit über den Schlagwortstatus hinausreichen und gerade jetzt wichtiger denn je erscheinen. Sobald die witzige und schrille Geschichte um das junge, biedere Paar Brad Majors und Janet Weiss und den diabolischen Außerirdischen Dr. Frank’n’Furter ihren Lauf nimmt, steigt das Publikum sofort in die Geschichte ein und macht freudig mit. Den Chef-Exzentriker spielt Oliver Saville, der mit sehr viel Begeisterung an die Sache ranging. „Wir erzählen in einer Show Geschichten. Wir vorne als Performer, aber auch all jene, die hinter den Kulissen arbeiten. Das fehlt uns jetzt seit gut zwei Jahren und wir machen es nirgends lieber als vor Publikum. Ich kann es kaum erwarten.“

Die Kernbotschaft der Show fasst Kokemüller humorig zusammen: „Die Rakete mit den Menschen von einem anderen Planeten ist nun gelandet. Wir können uns jetzt zurücklehnen, sie beobachten und dürfen uns dabei amüsieren.“ Buntrock geht mit seiner Inszenierung bewusst zurück zu den Wurzeln, verwebt aber geschickt moderne Elemente in das Burlesque-lastige Show-Highlight. Ein wichtiger Teil des „Enfant Terrible des Musicals“ ist natürlich die Rolle des Erzählers. Von 15. bis 21. Februar übernimmt diese der geübte deutsche Schauspieler Sky du Mont, für die Veranstaltungen von 22. bis 27. Februar darf man sich auf heimisches Lokalkolorit freuen - niemand Geringerer als EAV-Frontmann Klaus Eberhartinger (wir berichteten), wird durch den Abend führen. „Darauf freue ich mich besonders. Ich bin schon gespannt, welche Zwischenrufe sich das Wiener Publikum für mich überlegt.“

Live im MuseumsQuartier
Die „Rocky Horror Show“ geht von 15. bis 27. Februar im Wiener MuseumsQuartier in der Halle E über die Bühne. Unter www.oeticket.com finden Sie alle genauen Termine, weitere Infos und bekommen auch die Karten für das Musicalhighlight dieses Winters. Es darf wieder gerufen, gejubelt, gebuht und mit Lichtern geschwenkt werden, was das Zeug hält…

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