Ziel der Treffen war es, die Interessenslage sowie mögliche Kooperationen abzuklären. Kurz sprach hinterher von "extrem positiven" Gesprächen und sah sich in seiner Vorgangsweise - nämlich auf Spracherwerb als Mittel zur Integration und die Jugend zu setzen, seine Wurzeln jedoch nicht aufzugeben - bestätigt. "Es ist gegenseitiges Interesse da, wie man Serben in Österreich als Chance betrachten kann", resümierte der 24-Jährige. So verwies er etwa auf die 400 österreichischen Unternehmen, die in dem Land am Balkan tätig sind.
Dacic: Serben sollen sich integrieren
Der stellvertretende Premierminister Dacic appellierte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz an die in Österreich lebenden Serben, sich zu integrieren. "Er hat den Aufruf an Serben in Österreich gerichtet, sich gut zu integrieren, sich loyal zu verhalten und Brückenbauer der Kulturen zu sein. Das ist auch unser Ziel. Sie sollen nicht ihre Wurzeln leugnen, aber gleichzeitig den österreichischen Staat schätzen und lieben", meinte Kurz.
Der Staatssekretär versprach außerdem, dass die gute Zusammenarbeit der beiden Staaten auch unter dem neuen Regierungsteam fortgesetzt werde. Für Schmunzeln sorgte der 45-jährige Dacic, als er in seiner Begrüßung auf das Alter des Staatssekretärs - er ist erst 24 - anspielte: "Es freut mich, dass es jemanden gibt, der jünger ist als ich." Außerdem ließ er der früheren Innenministerin Maria Fekter, von der er gehört habe, dass sie nun im Finanzressort tätig ist, Grüße ausrichten.
207.000 Menschen aus Serbien in Österreich
In Österreich leben laut Angaben der Statistik Austria rund 207.000 Personen mit serbischem Migrationshintergrund (Serbien, Montenegro, Kosovo; Beginn 2010), 73.000 von ihnen sind österreichische Staatsbürger.
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