21.01.2022 06:10 |

„Das ist blöd“

Schladming-Slalom zu spät für Olympia-Nominierung

Noch vor dem Nightrace in Schladming wird am Montag das ÖOC-Team für die Olympischen Winterspiele in Peking nominiert. Das heißt, dass sich den Slalomfahrern am Samstag in Kitzbühel die letzte Möglichkeit für das Lösen des Tickets bietet. „Jeder hat noch einmal die Chance, sich zu präsentieren“, versicherte ÖSV-Männer-Rennsportleiter Andreas Puelacher, dass noch nichts entschieden ist. Blickt man in die Ergebnislisten, empfiehlt sich derzeit ein Quintett für vier Plätze.

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In den ersten zwei Saisonrennen in Val d‘Isere und Madonna di Campiglio hatte es kein Österreicher in die Top Zwölf geschafft, in Adelboden schlug Johannes Strolz als Sieger vor Manuel Feller zu, Marco Schwarz wurde Elfter. In Wengen kam Fabio Gstrein auf Platz vier, Feller auf fünf, Schwarz auf zehn und Michael Matt auf elf.

Puelacher schmerzt, dass das Nightrace am Dienstag in Schladming nicht mehr in die Entscheidungsfindung einfließen kann. „Sonntag muss ich dem Präsidium die Läufer vorschlagen, das leitet die Namen dann an das ÖOC weiter. Es wäre natürlich cool, wenn wir Schladming noch abwarten könnten, aber das geht nicht“, sagte er. Elf Athleten darf Puelacher für die fünf Einzelrennen und den Teambewerb nominieren.

Dass ihm das alles ein bisserl Kopfzerbrechen bereitet, will Puelacher gar nicht verhehlen. „Klar wird das schwierig, das muss man ehrlich sagen. Denn wenn in Schladming einer vorne reinfährt, kann ich ihn nicht mehr nominieren. Das ist blöd, aber das sind die Regeln, das muss man so hinnehmen.“ In die Entscheidungsfindung fließen einerseits der Formstand, andererseits aber auch die „Daten und Platzierungen und Gesamtleistung“ ein. Auch ob es bei einem Rennen einen glücklichen Verlauf gab, der dann zu einer bestimmten Platzierung führt, werde miteinbezogen.

Es ist der erste Slalom auf dem Ganslernhang seit zwei Jahren, als der Schweizer Daniel Yule vor Schwarz und dem Franzosen Clement Noel gewann. Im Vorjahr waren nach der Absage der Lauberhornrennen zunächst zwei Slaloms in Kitzbühel geplant gewesen, die dann nach Flachau verlegt wurden. Der Ausgang ist Geschichte, Feller hielt dem sich selbst nach dem „Märchenwiese“-Sager auferlegten Druck stand und feierte den ersten Weltcupsieg, das zweite Rennen gewann der Norweger und spätere Weltmeister Sebastian Foss-Solevaag.

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