13.01.2022 18:30 |

Rücklagen als Grund

Tiroler Wirtschaft wird im Frühjahr neu belebt

Sofern weitere Lockdowns zwischen Februar und März ausbleiben, stünden die Aussichten auf ein gutes wirtschaftliches Wachstum in Tirol im Jahr 2022, vor allem im Tourismus, laut Tiroler Wirtschaftskammer (WK) nicht schlecht. Rund eine Milliarde Euro wartet darauf, von Privaten ausgegeben zu werden. Dieses Geld könne die heimische Wirtschaft im Frühjahr spürbar ankurbeln.

Allem Optimismus zum Trotz: Die Prognosen für das heurige Jahr seien von massiver Unsicherheit geprägt. Deshalb gibt es zwei Szenarien, wie Stefan Garbislander, Leiter für Wirtschaftspolitik, Innovation & Strategie erklärt: „Wenn es einen mehrwöchigen Lockdown gibt, wird die Wertschöpfung nicht mehr als drei bis vier Prozent steigen. Wenn es im Februar und März, der sensiblen Phase im Tourismus, passiert, müssen wir davon ausgehen, dass es zu einem Rückgang an Nächtigungen zwischen 50 und 65 Prozent kommt.“

Im Idealfall – ohne mehrwöchige Einschränkungen – könne man die Wertschöpfung um rund sechs Prozent steigern. Einen weiteren Lockdown in den nächsten Monaten müsse man unbedingt verhindern: „Es gibt immer wieder scharfe Kritik, wie etwa an den Kontrollen im Handel. Ein Lockdown kostet so viel Geld und es geht an die Psyche der Unternehmer“, betont WK-Präsident Christoph Walser.

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Wichtig ist jetzt, dass das Geld in den Kreislauf zurückfließt, im eigenen Land investiert wird und man bei Tiroler Unternehmen einkauft. Damit hält man das gesamte System am Leben

WK-Präsident Christoph Walser

Rücklagen der Tiroler als belebendes Element
Weitere Lockdowns schweben also wie ein Damoklesschwert über der heimischen Wirtschaft. Sicher sei jedoch, dass sich die Wirtschaftsaktivität in Tirol im Frühjahr beleben lässt. Durch verringerten privaten Konsum haben Haushalte in den vergangenen zwei Jahren rund eine Milliarde Euro angespart. „Wichtig ist jetzt, dass das Geld in den Kreislauf zurückfließt, im eigenen Land investiert wird und man bei Tiroler Unternehmen einkauft. Damit hält man das gesamte System am Leben“, plädiert Walser. Vor allem im Handel sei dieser Aufschwung einige Tage nach dem Lockdown spürbar gewesen.

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Wir sind in Tirol mit der Wasserkraft gut aufgestellt. Wir fordern aber, diese weiter auszubauen und die Verfahrensdauer für Projekte zu verkürzen.

WK-Präsident Christoph Walser

Wasserkraft als weitere Energiequelle forcieren
Dass in letzter Zeit auch die Energiepreise in die Höhe schossen, betreffe laut Walser auch die heimischen Betriebe: „Wir sind in Tirol mit der Wasserkraft gut aufgestellt. Wir fordern aber, diese weiter auszubauen und die Verfahrensdauer für Projekte zu verkürzen.“ Man müsse die Weiterentwicklung jetzt vorantreiben und mit einem „Tirol-Bonus“ die Energiepreise dämpfen. Zudem brauche es mehr Infrastruktur für Elektrofahrzeuge im gesamten Land.

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