05.01.2022 18:00 |

Neue Piefke-Saga

Felix Mitterer: Ischgl ist das neue Lahnenberg

Felix Mitterer hatte 2020 eine Fortsetzung der Piefke-Saga angekündigt, die sich mit Ischgl und der Pandemie beschäftigen sollte. Der Parade-Autor hat nun den fünften Teil fertiggeschrieben, aber dem ORF fehlt aktuell noch ein Co-Produzent. Deshalb baut Mitterer auch die derzeitigen realen Geschehnisse in Ischgl in den Plot mit ein. Inhaltlich trifft Altes auf viel Neues.

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Keinen Co-Produktionspartner findet der ORF aktuell für den von ihm gewünschten fünften Teil der Piefke-Saga. Laut Felix Mitterer will der NDR, welcher bei den ersten vier Teilen mit an Bord war, nicht mehr. „Dieter Meichnser war der Fernsehspiel-Chef des NDR. Von ihm stammte die Idee zur ersten Piefke-Saga. Er war aber schon in Pension, als diese ausgestrahlt wurde, und sein Nachfolger wurde nach dem vierten Teil gekündigt. Wahrscheinlich erinnert sich beim Sender noch irgendwer daran“, meint der Dramatiker im Gespräch mit der „Krone“ und führt weiter aus: „Aber diese Verzögerung schadet ja nicht, da die derzeitige tagtägliche Realität in Ischgl rund um die allseits bekannte Après-Ski Bar genug an Stoff bietet, sodass ich am fertigen Stoff weiterschreiben kann.“

Bekannte Gegebenheiten einfach 30 Jahre später
Inhaltlich lässt Mitterer die „Tiroler Krone“ tief in den vom Publikum sehnsüchtig erwarteten fünften Teil der Kultserie blicken. Die altbekannten Charaktere treiben in ihrer altbekannten Umgebung, dem fiktiven Tourismusort Lahnenberg, 30 Jahre später unverfroren und erfahrungsresistent weiter ihr gewohntes egomanisches Unwesen. Die Hauptrolle wurde Stefan, dem Sohn des früheren Lahnenberger Bürgermeisters und Hoteliers Franz Wechselberger, zugedacht. Dieser wird vom Tiroler Schauspieler Gregor Bloéb dargestellt.

Der Geist des toten Bürgermeisters ist dabei
Mitterer erzählt: „Kurt Weinzierl hat mir, bevor er verstorben ist, versprochen, dass er auch als Toter noch bei der Piefke-Saga mitspielt.“ Dieses Versprechen löst Mitterer im Sinne Weinzierls folgendermaßen: Der Geist des toten Bürgermeisters haust im Dachboden und wird von seinem Sohn stets um Rat gefragt.

Joe uns seine neue Rolle
Tobias Moretti mutiert wieder zum Joe – jene Rolle, die ihn berühmt machte. Joe wurde im Laufe dieser Jahre zur dominierenden Figur im Hintergrund des fiktiven Ortes: ein Tourismusvisionär, welcher Dank seines deutschen Schwiegervaters Karl-Friedrich Sattmann (Dietrich Mattausch) in dem von dessen gekauften Hotel residiert und von hier aus auch sämtliche Fäden zieht. Auf die Frage, warum er nochmals zur Feder griff, um einen fünften Teil der Serie zu schreiben, antwortet Mitterer: „Ich kann darüber schreiben, was aus den Schauspielern und den Figuren, die sie darstellen, geworden ist. Das ist der einzige Grund, warum ich es mache.“

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