04.01.2022 06:00 |

Große Sorge in Tirol

Schon über 100 Skilehrer mit Corona infiziert

Wirbel und große Sorgen derzeit auf Tirols Skipisten! Für mehr als hundert Skilehrer liegen im Moment positive Corona-Testergebnisse vor. Das Land will nun boostern und mehr testen.

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Es ist wie ein Déjà-vu: Vor fast genau einem Jahr bedrohten 17 in Jochberg untergebrachte junge Männer die legendären Hahnenkamm-Rennen im nahe gelegenen Kitzbühel. Bei den angehenden Skilehrern, die sich nicht nur auf die Ausbildung vorbereitet, sondern auch rauschende Partys gefeiert haben sollen, wurde die damals noch neuartige britische Virusmutation festgestellt. Die Skirennen auf der Streif und am Ganslernhang fanden schließlich doch statt - jedoch ohne Zuschauer.

Nun sorgen gleich mehrere Skilehrer-Cluster in Tirol erneut für Wirbel und große Sorge. „Es liegen für insgesamt hundert Skilehrer positive Covid-Testergebnisse vor“, erklärt das Land auf „Krone“-Anfrage, „großteils handelt es sich dabei um die Omikron-Variante.“ Einige Skischulen haben selbstständig zumindest vorerst den Betrieb eingestellt.

Auch etliche Skilehrer im Zillertal sind nun infiziert
Nachdem in Kirchberg 19 positive Covid-Tests von einer vorwiegend aus Holland stammenden Gruppe bekannt wurden (inzwischen ist die Zahl auf 24 gestiegen) und in St. Anton am Arlberg mittlerweile 21 Skilehrer einer Skischule abgesondert werden mussten, sind nun auch im Zillertal mehrere Skilehrer infiziert. „Laut derzeitigem Kenntnisstand sind drei Skischulen in Gerlos, Schwendau und Finkenberg mit insgesamt fünf Corona-Positiven betroffen“, betont das Land.

Aber auch in Mayrhofen soll es zumindest in zwei Skischulen mehrere Infizierte geben. „Von einem Cluster kann man bei uns derzeit wohl noch nicht sprechen“, meinte die Leiterin einer Skischule am Montagvormittag. Es gäbe im Moment zwei bestätigte Fälle – doch andere Skilehrer würden noch auf ihre Ergebnisse warten oder befanden sich gerade am Weg zur Teststation. „Die gebuchten Skikurse finden alle regulär statt. Aber ich weiß nicht, wie es morgen ausschaut“, so die ehrliche Antwort. Betroffen seien nur Skilehrer, die im Skilehrerhaus nächtigen. „Das System wird früher oder später wie ein Kartenhaus zusammenfallen“, glaubt die Skischul-Leiterin.

In einer zweiten Skischule im Ort soll es laut „Krone“-Informationen noch düsterer aussehen. Alle Kinder-Skilehrer sollen dort infiziert sein - und das, obwohl es genau jetzt hunderte Knirpse zu betreuen gilt.

Um das Virus speziell in den Tourismusorten einzudämmen, sollen nun vor allem alle ausländischen Skilehrer schnellstmöglich geboostert werden. „Viele von ihnen haben die dritte Impfung noch nicht erhalten“, heißt es in einer Aussendung des Landes. Zudem wollen die Verantwortlichen auch beim Testen in die Offensive gehen: Allen Skischulen wird „dringend empfohlen“, für alle Skilehrer 2G+ umzusetzen. „Neben der Impfung bedeutet dies, dass alle Skilehrer ab sofort regelmäßig mehrmals wöchentlich getestet werden sollen“, betont das Land.

Falsches Gerücht um geschlossenes Lokal
Dass der Skilehrer-Cluster in Mayrhofen in Zusammenhang mit einer Apres-Ski-Bar stehe, konnte oder wollte der „Krone“ niemand bestätigen. In Zell am Ziller handelt es sich jedenfalls nur um ein Gerücht, dass ein Lokal wegen Corona-Verstößen schließen musste. Der Besitzer ist infiziert - die Bar sollte bald wieder öffnen ...

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