Nach Sturz eingeklemmt

„Ohne den Hans wäre ich wahrscheinlich erstickt“

Nach einem Sturz in seiner Maschinenhalle beim Anhängen einer Saatbaumaschine hing Andreas Winkler aus Moosbach in Oberösterreich schwer verletzt zwischen Traktorreifen und Hydraulik eingeklemmt. Der Druck auf seine Lunge wurde immer größer. Mit einer Hand gelang es ihm, den Nachbarn Johann Bichler anzurufen. Der eilte sofort zu Hilfe, konnte ihn gerade noch rechtzeitig befreien.

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Andreas Winkler (38) aus Moosbach und Johann Bichler (62) aus Weng sind Nachbarn und beste Freunde, die einander auch in der Landwirtschaft unterstützen. „Der Andi ist mein Spezi“, bekräftigt Bichler. Wie sehr Winkler sich auf den 62-Jährigen verlassen kann, zeigte das Unglück am 27. September. Der 38-Jährige wollte im Stadel eine Saatbaumaschine an den Traktor hängen. Doch er rutschte aus und wurde zwischen Reifen und Hydraulik verletzt eingeklemmt.

„Hab‘ kaum noch Luft gekriegt“
Ein Fuß hing abgewinkelt in der Luft, Oberkörper und linker Arm steckten fest. „Ich hatte höllische Schmerzen. Zuerst hab’ ich um Hilfe geschrien, doch niemand hat mich gehört“, so Winkler. Mit dem freien rechten Arm angelte er sein Handy aus der Brusttasche und rief Lebensgefährtin Jaqueline (32) an, die nicht abhob. Dann versuchte er es bei Johann Bichler, der das Klingeln vorerst auch nicht hörte. „Mein Brustkorb wurde zusammengedrückt, ich hab’ kaum noch Luft gekriegt“, so Winkler.

Nach 15 Minuten erreichte er Bichler, der sofort ins Auto sprang, zum Nachbarhof raste und den Freund aus der lebensbedrohlichen Lage befreite. „Ich hab’ dann das Bewusstsein verloren“, sagt Winkler. Er kam ins Spital und war drei Wochen nicht arbeitsfähig. „Ohne den Hans wäre ich erstickt“, weiß Winkler, der dem Freund dafür nun ewig dankbar ist.

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