13.12.2021 06:27 |

„Geheime Geldgeber“

Hat Benko gar nicht mehr die Mehrheit?

Die deutsche „Wirtschaftswoche“ berichtet über bislang „geheime Geldgeber“ im „Beteiligungsgeflecht“ des Kaufhausjongleurs.

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Die deutsche „Wirtschaftswoche“ hat einen Röntgenblick auf den „hochkomplexen Konzernverbund“ von Rene Benko geworfen und dabei höchst Erstaunliches zutage gefördert: Demnach würden in der Muttergesellschaft namens Signa Holding, in der der Kaufhausjongleur seine wichtigsten Beteiligungen wie Signa Retail (Galeria Karstadt Kaufhof) oder Signa Real Estate bündelt, laut vertraulichen Unterlagen geheime externe Investoren „mitmischen, die bislang offiziell nicht in Erscheinung traten“.

Das Magazin sorgt sich ob dieser geheimen Geldgeber und stellt folgende Fragen: „Wie viel Kontrolle haben sie über ein Imperium, das in Deutschland nicht nur mit Megaprojekten für Schlagzeilen sorgt, sondern auch mit Problemen beim Warenhauskonzern Galeria, der sich dank eines Hilfskredits vom Staat über Wasser hält? Hat Benko womöglich gar nicht mehr die Mehrheit in dem von ihm gegründeten Unternehmen?“ 

Bekannte Investoren
Konkret will die „Wirtschaftswoche“ herausgefunden haben, dass an der Signa Holding nicht nur die seit Jahren bekannten Investoren wie Hans Peter Haselsteiner, Torsten Toeller oder Ernst Tanner beteiligt sind, sondern auch die Industriellenfamilie Koranyi-Arduini sowie Arthur Eugster, der diskrete Gründer eines Kaffeemaschinen- und Elektrogeräteimperiums. Und zwar über eine Treuhandkonstruktion, für die laut dem Bericht auch die Benko Privatstiftung als Tarnung dienen sollte.

Benko hat Entscheidungsgewalt
Nur zur Verdeutlichung: Auf dem Papier stehen rund 80 Prozent der Signa Holding im Eigentum der Benko Privatstiftung. Tatsächlich sollen laut „Wirtschaftswoche“ über komplexe Konstruktionen im Hintergrund Eugster und Koranyi-Arduini durchgerechnet rund 11,5 (Eugster) bzw. mehr als 20 Prozent (Koranyi-Arduini) der Anteile an der Signa Holding halten. Im Handelsregister sucht man diese Information allerdings vergeblich.

Aus gutem Grund? Die „Wirtschaftswoche“ schreibt: „Addiert man die schon bekannten externen Investoren mit denen der neu aufgetauchten, kommt man auf durchgerechnet über 50 Prozent. Benkos Stiftung hält also von der Kapitalseite her nicht mehr die Mehrheit an der Signa Holding, hat aber weiter die Entscheidungsgewalt."

Signa bestätigte dem Magazin die geschäftliche Verbindung der bislang geheimen Investoren mit der Benko Privatstiftung.

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