13.11.2021 15:41 |

Geschäft im Fokus

Schlussverkauf bei Kaufhaus-Jongleur Benko

Turbulente Zeiten für René Benko: In Österreich sorgt der Tiroler für Schlagzeilen, weil er wegen einer 100.000-Euro-Spende an den Verein des ehemaligen Wiener Stadtrats Christoph Chorherr als einer von zehn Angeklagten aufscheint - die Anklage ist nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung. In Deutschland steht das Handelsgeschäft im Fokus der Berichterstattung.

Laut dem renommierten deutschen Wirtschaftsmagazin „Capital“ ist Benko damit beschäftigt, weitere Karstadt-Kaufhof-Häuser zu veräußern: Die Gebäude, in denen sein angeschlagenes Handelsgeschäft eingemietet ist, befinden sich in mittelgroßen Städten, etwa in Hannover, Bonn, Aachen, Mainz, Mannheim, Würzburg und Ulm.

Brisanz besitzt dieser Capital-Bericht insofern, da die deutschen Steuerzahler erst vor wenigen Monaten eine Staatshilfe von bis zu 460 Millionen Euro in Benkos marodes Handelsgeschäft stecken mussten. Offenbar kann der Kaufhaus-Jongleur mit den Immobilien, in denen sich seine Karstadt-Kaufhof-Filialen befinden, tun und lassen, was er will.

Offiziell heißt es, Benkos Signa-Gruppe habe die Bereiche Handel und Immobilien strikt voneinander getrennt. Als Sicherheit für den großzügigen deutschen Staatskredit mussten die nun zum Verkauf stehenden Häuser jedenfalls nicht herhalten.

Mit welchem Verkaufserlös wird spekuliert? „Capital“ notiert: „Die zehn Immobilien des aktuellen Pakets stehen nach Informationen von ,Capital‘ mit einem Gesamtwert von rund einer Milliarde Euro in den Büchern der Signa Prime. Zusammen spielen sie im Jahr etwa 40 Millionen an Miete ein.“ Offen sei allerdings, „ob Benko die Objekte auch zu diesen Buchwerten verkaufen kann“.

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