Lange Verhandlungen

Nur Technik legte sich bei Theater-Kurzarbeit quer

Länger als eine Woche haben die zähen Verhandlungen zur Kurzarbeitsregelung am Landestheater gedauert. Nun ist es fix: Überzahlung auf 100 Prozent wie zuletzt wird es nicht mehr geben, auch wenn dies der Betriebsrat der Technik bis zum Schluss forderte. In letzter Minute stimmte aber auch diese Abteilung zu.

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100 Prozent Gehalt trotz Kurzarbeit - davon konnten viele Arbeitnehmer in Oberösterreich in der Corona-Zeit nur träumen. Doch am Landestheater geschah im vergangenen Lockdown genau das. Die Mitarbeiter erhielten eine Aufzahlung auf das normale Gehalt. Die Regelung hatte viel Staub aufgewirbelt.

Bei den jetzigen Verhandlungen zu einer Kurzarbeitsregelung für 1. bis 31. Dezember war daher für die Geschäftsführung des Landestheaters diese Überzahlung kein Thema mehr. Die Betriebsräte der Abteilungen Orchester und Kunst fügten sich dem auch - es hat laut Intendant Hermann Schneider und Kaufmännischem Geschäftsführer Thomas Königstorfer auch keine Zugeständnisse in anderen Bereichen gegeben.

Nur der Betriebsrat der Technik forderte erneut Aufzahlungen, auch nach sieben langen Verhandlungsrunden. Gestern Abend stimmte man dann in letzter Minute doch zu - mit der Einschränkung, dass für diese Abteilung die Regelung nur bis 17. Dezember gilt. Wird der Lockdown verlängert, muss neu verhandelt werden. Zuvor war bereits angedacht gewesen, die Technik-Mitarbeiter im Krisenstab des Landes einzusetzen, wäre es zu keiner Einigung gekommen.

Gemäß der üblichen Kurzarbeitsregelung (gestaffelt nach Gehalt) wird rund die Hälfte der Mitarbeiter 90 Prozent des Einkommens in der Kurzarbeit beziehen, ein Viertel 85 Prozent und ein weiteres Viertel 80 Prozent. Keine Kurzarbeit wird für Bereiche wie Lohnverrechnung, Betriebsbüro oder Kartenservice beantragt, da diese durch die Situation ohnehin ausgelastet seien.

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