01.12.2021 16:09 |

Seilbahn-Überlebender

Eitan (6) reist mit Tante am Freitag nach Italien

Fast drei Monate, nachdem der einzige Überlebende des Seilbahnunglücks vom Lago Maggiore unrechtmäßig seiner Tante väterlicherseits entrissen wurde, darf Eitan (6) wieder nach Italien zurück. Am Freitag wird der Bub in Begleitung von Aya Biran-Nirko, die nach der Tragödie das Sorgerecht zugesprochen bekam, das Land verlassen.

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Bei dem Gondelabsturz kamen Eitans Eltern, sein zweijähriger Bruder und seine Urgroßeltern ums Leben. Die Tante väterlicherseits bekam von den italienischen Behörden das Fürsorgerecht für den Buben, doch seine Familie mütterlicherseits brachte den Buben nach einem Besuch nicht mehr zu Biran-Nirko zurück. Mithilfe eines Profis soll Eitan schließlich nach Israel gebracht worden sein - die Reise soll rund 46.000 Euro gekostet haben. Gegen den 50-Jährigen und den Großvater wird in Italien wegen Kindesentführung ermittelt.

Der Oberste Gerichtshof in Israel beschloss diese Woche, dass Eitan bis Mitte Dezember nach Italien zu überstellen ist. Die Rückführung soll bereits am Freitag durchgeführt werden. Seine Tante wird der Bub Tel Aviv in Richtung Mailand verlassen. Von dort aus wird er in die lombardische Stadt Pavia zurückkehren, wo Biran-Nirko lebt, berichteten italienische Medien am Mittwoch.

Die Familie des Großvaters kritisierte das Urteil. „Eitan ist ein israelisches und jüdisches Kind, und seine Verwandten hätten sich gewünscht, dass er in Israel aufwächst und dort erzogen wird“, sagte der Sprecher der Familie, Gadi Solomon.

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