Ostliga-Wettskandal

Nicht jeder Schnitzer ist gleich ein Verbrechen

Vor genau einer Woche erschütterte ein Wettskandal in der Regionalliga Ost Österreichs Fußball bis ins Mark. Zuletzt zeigte sich der inhaftierte Torhüter des SC Neusiedl geständig und will auch mit den Behörden kooperieren, ansonsten wurde es ruhiger in der Causa. Was man zudem betonen muss: Fehler gehören zum Fußball dazu, und nicht jeder Schnitzer ist gleich ein Verbrechen.

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Hinter den Kulissen sind die Ermittler rund um die Uhr tätig - wie sehr, das musste jetzt ein (unbescholtener) Klubkollege des Geständigen am eigenen Leib erfahren. Der wurde im Morgengrauen von Kripo-Beamten geweckt und mitgenommen, mögliche Beweismittel wie Handy, Laptop und sogar der USB-Stick aus dem Auto sichergestellt. Stundenlang wurde der Verteidiger verhört, da er in einem am Radar stehenden Spiel entscheidende Fehler begangen hatte. Die Ermittler waren dabei bestens über ihn informiert, hatten sie ihn doch bereits wochenlang observiert.

Letztlich erwiesen sich die Verdachtsmomente als unbegründet, durfte der aus allen Wolken Gefallene wieder gehen - Fehler gehören zum Fußball dazu, und nicht jeder Schnitzer ist gleich ein Verbrechen.

Speziell in den Amateurligen sind die Spieler eben nicht perfekt - daher spielen sie ja auch nicht bei den Profis. Wobei sie am Verhörtisch echten Profis gegenübersitzen, die ein Gespür für Gauner, es sonst mit dem organisierten Verbrechen zu tun haben. Nichts anderes ist auch dieser Wettbetrug, der bis ins Detail aufgeklärt gehört.

Wolfgang Haenlein
Wolfgang Haenlein
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