25.11.2021 06:00 |

Wirbel in Dornbirn

Diskussion um Stellen für junge Ärzte und Budget

Ein vier Monate alter Brief, in dem der ärztliche Leiter des Dornbirner Stadtspitals jungen Ärzten mitteilt, dass es nach der Ausbildung keine Übernahmegarantie gibt, sorgt derzeit für Wirbel in der Messestadt. Bürgermeisterin Andrea Kaufmann sah sich dazu genötigt, Stellung zu nehmen - und das Spitalsbudget zu erklären.

„Die Stadt hat eigens eine GmbH für die Ausbildung in Gesundheitsberufen gegründet. Wenn man in Ausbildung investiert, darf man die Kommunikation zu dieser Investition doch nicht dermaßen vermasseln“, meinte Wolfgang Fässler, Obmann der Dornbirner NEOS.

In der Tat scheint vor allem in Sachen Kommunikation einiges schief gelaufen zu sein. „Das Schreiben war missverständlich und nicht sehr geschickt formuliert“, befand Ralf Hämmerle, Pressesprecher der Stadt. Auch aus dem Schreiben resultierende Schlussfolgerungen, wonach sich das Stadtspital in einer finanziellen Notlage befinden würde, seien falsch. „Dem Stadtspital geht es gut“, stellte er auf „Krone“-Anfrage klar.

Dornbirns Stadtchefin Andrea Kaufmann betonte, dass im Stadtspital weder Dienstposten noch Ausbildungsstellen gestrichen worden seien. „Richtig ist nur, dass keine Garantie für eine Stelle in der Fachärzteausbildung gegeben werden kann.“ Allerdings gebe es eine gewisse Fluktuation, wodurch immer wieder Stellen frei werden würden.

Was die finanzielle Lage des Krankenhauses betrifft, seien die Tagsätze des Stadtspitals im Landesvergleich sehr gut. Die finanziellen Aufwände in Dornbirn wären mit anderen Standortgemeinden vergleichbar. Der Großteil der Einnahmen wird über Leistungspunkte erzielt. Mehr-Aufwände werden im Budget zunächst als Abgänge bezeichnet. Im Jahr 2020 lagen diese bei 39,5 Millionen Euro, gegenfinanziert wird die Summe u. a. aus Mitteln des Gesundheitsfonds und den Patientengemeinden.

 Vorarlberg-Krone
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