12.11.2021 22:34 |

SPÖ-Chefin skeptisch:

„Bei Ungeimpften-Lockdown viele Fragen offen“

Ein bundesweiter Lockdown für Ungeimpfte - diese Maßnahme gegen die explodierenden Infektionszahlen wird derzeit heiß diskutiert. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner zeigte sich am Freitagabend in der „ZiB 2“ skeptisch: „Hier sind noch sehr viele Fragen offen. Aber dass die Situation eingegrenzt werden muss, das steht außer Frage.“ Fraglich sei allerdings sehr wohl, wie man eine Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte kontrollieren wolle.

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Die vergangenen Tage seien mehr als chaotisch verlaufen, so Rendi-Wagner in Bezug auf den aktuellen Corona-Kurs der türkis-grünen Bundesregierung: „Die Verunsicherung und Wut in der Bevölkerung nimmt zu. Es wiederholt sich der Herbst des vergangenen Jahres - und das, obwohl wir jetzt eine Impfung zur Verfügung haben!“ Man stelle sich die Frage: „Wie konnte es so weit kommen?“

„Bundesregierung kann Fragen nicht beantworten“
Ob sie und ihre Partei die neuen Corona-Maßnahmen der Bundesregierung untersützen werden, könne sie aktuell nicht sagen, so Rendi-Wagner: „Das werden wir dann entscheiden, wenn die Verordnung am Tisch liegt.“ Es seien besonders in Bezug auf den Lockdown für Ungeimpfte „viele Fragen offen, die auch die Bundesregierung offenbar nicht beantworten kann“.

Jedenfalls habe man im Sommer kostbare Zeit, um Impfgegner zu überzeugen und das PCR-Testangebot auszubauen, verstreichen lassen, so Rendi-Wagner. Auch spricht sich die Medizinerin dafür aus, bei Maskenpflicht und Quarantäneregeln nachzuschärfen. Immerhin gebe es hier zahlreiche Vorschläge und Forderungen von Experten.

Bundesweites Angebot für Kinderimpfung
Auch bei der Impfpflicht für das Gesundheitspersonal sei viel verabsäumt worden. „Man hätte bereits viel früher durch gezielte Kampagnen Ärzte und Pflegepersonal erreichen müssen, wenn die noch nicht geimpft sind.“ Klarerweise müsse vermieden werden, dass sich Patienten im Spital anstecken, allerdings nicht auf Kosten des Personalstandes. Daher fordert Rendi-Wagner eine Impfpflicht bei Neuanstellung für Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Auch sprach sie sich für ein bundesweites Impfangebot für Kinder ab fünf Jahren aus, wie es kommende Woche in Wien startet.

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