11.11.2021 09:00 |

Renovierung ist fertig

Minoritensaal: Neuer Glanz für ein altes Juwel

Der Minoritensaal in Graz ist ein Juwel der barocken Baukunst, das jedoch schon ziemlich in die Jahre gekommen war. Über 18 Monate lang wurden der Saal und weitere Teile des Klosters nun aufwändig renoviert und präsentieren sich in neuem Glanz, wie ein Lokalaugenschein der „Krone“ belegt. Am morgigen Freitag lädt das Kulturzentrum bei den Minoriten ab 15 Uhr zu einem Eröffnungsfest.

Unglaublich luftig wirkt der Kreuzgang, den man vom Mariahilferplatz aus betritt: „Das liegt daran, dass er auf sein Ursprungsniveau zurückgesetzt wurde, das rund 20 Zentimeter tiefer ist“, erklärt Johannes Rauchenberger, Leiter des Kulturzentrums bei den Minoriten. Viel transparenter ist aber auch der Blick in den zweiten Hof, der von den parkenden Autos befreit wurde und künftig auch als Spielort genutzt werden kann.

Alle Gemälde und Fresken gesäubert
Von hier aus betritt man - durch den neuen Eingangs- und Empfangsbereich mit Garderobe und Bar - den Minoritensaal. So glänzend, so voller Farben ist der einst eher düstere Saal, dass er auf den ersten Blick fast ein wenig fremd wirkt: „Alle Gemälde und Fresken wurden gesäubert, es gibt eine neue Lüftungsanlage, die Akustik wurde verbessert und der Backstage-Bereich modernisiert“, sagt Rauchenberger.

Rund 6 Millionen Euro flossen in die Renovierung, die auch den kleinen Minoritensaal beinhaltet, der nun auch barrierefrei erreichbar ist. Gut die Hälfte des Geldes kamen von Land Steiermark und Stadt Graz (jeweils 1,5 Mio. €), einiges wurde auch durch Spenden und Sponsoren finanziert.

Wichtig für die Kulturszene
„Das bedeutet nicht nur für uns als Kulturverein, der hier beheimatet ist, eine große Aufwertung. Die beiden Säle sind ja auch für viele andere steirische Veranstalter sehr wichtige Spielorte“, erklärt Rauchenberger den Wert der Renovierung für die heimische Kulturszene.

Eröffnet wird das neu renovierte Areal am Freitag. Ab 15 Uhr gibt es im Kleinen Saal ein Diskursprogramm, ab 18 Uhr führt Rauchenberger durch die aktuelle Ausstellung „Einatmen - Ausatmen“ im Kulturzentrum und ab 19.30 Uhr stehen im Großen Saal Lesungen von Felicitas Hoppe, Christian Lehnert, Arnold Stadler und Margret Kreidl, sowie Musik vom Ensemble Airborne Extended mit Mezzosopranistin Klaudia Tandl auf dem Programm.

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