Patientin starb daheim

Todesfall in Steyr: Vorwürfe gegen das Klinikum

Schwere Vorwürfe erhebt eine Familie gegen das Klinikum Steyr. Vergangenen Donnerstag wurde Roswitha E. (75) vom Roten Kreuz wegen Blut im Harn und Brennen beim Harnlassen ins Spital gebracht, nach vier Stunden Wartezeit und ohne Behandlung eines Arztes verließ sie das Krankenhaus wieder. Tragisches Ende: Die Patientin ist dann innerhalb von zwei Stunden zu Hause verstorben.

Um 11.17 Uhr wurde Roswitha E. (75) vom Roten Kreuz an das Krankenhaus in Steyr übergeben. Die Patientin, die eine COPD-Grunderkrankung hat, litt unter Blut im Harn und Brennen beim Harnlassen. Bei der Ersteinschätzung wurde sie als „normaler Fall“ eingestuft. Und auch bei der Zweit- und Dritteinschätzung – jeweils durch diplomiertes Krankenpflegepersonal und keinen Arzt – kam man zur selben Erkenntnis.

Nachdem die Frau nach der langen Wartezeit und mehrmaligen Toilettengängen nicht mehr warten wollte, wurde gegen 13 Uhr die Rettung für den Heimtransport gerufen.

Obduktion angeordnet
Knapp 90 Minuten danach wurde Roswitha E. abgeholt und wieder nach Hause gebracht. Wo sie innerhalb von zwei Stunden verstarb. Die Familie erhebt jetzt schwere Vorwürfe gegen das Spital und bekrittelt, dass sich kein Arzt um die 75-Jährige gekümmert hätte. Die Staatsanwaltschaft Steyr hat zur Klärung der Todesursache eine Obduktion angeordnet.

Von
Philipp Zimmermann
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Montag, 06. Dezember 2021
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