27.10.2021 08:00 |

Uneinigkeit in Tirol

3G-Pflicht am Arbeitsplatz: WK erfreut, AK warnt

„Des einen Freud ist des anderen Leid.“ Dieses alte Sprichwort trifft in diesen Tagen auf die Tiroler Wirtschaftskammer (WK) und die Tiroler Arbeiterkammer (AK) zu. Denn während Stefan Mair, WK-Branchensprecher für den Lebensmittelhandel, voll des Lobes für die am 1. November in Kraft tretende 3-G-Pflicht am Arbeitsplatz ist, stößt sie AK-Präsident Erwin Zangerl sauer auf. Letzterer fordert einen klaren Fahrplan.

Wie berichtet, tritt die Regel mit einer Übergangsfrist von zwei Wochen ab Allerheiligen in Kraft. Das heißt, dass spätestens ab dem 15. November alle Beschäftigten, die Kontakt mit Kunden oder Kollegen haben, nachweisen müssen, dass sie entweder geimpft, regelmäßig getestet oder von dem Coronavirus wieder genesen sind. Mair zeigt sich erleichtert, dass durch die neue Regelung eine „längst überfällige Gleichstellung am Arbeitsplatz hinsichtlich der Maskenpflicht“ kommt.

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Durch die Regelung werden sich die Arbeitsbedingungen für alle Angestellten im Lebensmittelhandel, die 19 Monate lang durchgehend eine Maske tragen mussten, wieder deutlich verbessern.

Stefan Mair

„Denn dadurch werden sich die Arbeitsbedingungen für alle Angestellten im Lebensmittelhandel, die 19 Monate lang durchgehend eine Maske tragen mussten, wieder deutlich verbessern.“ Die neue Verordnung sieht nämlich vor, dass eine Maske durch den 3-G-Nachweis hinfällig ist. Kunden müssen sie indes an Orten zur Deckung notwendiger Grundbedürfnisse auch weiterhin aufsetzen.

„Die Regelung darf nicht zu einer Belastung führen“
AK-Präsident Erwin Zangerl warnt unterdessen vor einem Chaos, „das sich massiv auf die Arbeitnehmer auswirken wird“. Er befürchtet nämlich, dass zu wenig Testmöglichkeiten vorhanden sind und fordert diesbezüglich ein rasches Handeln. Denn: „Es dürfen sich nicht vor Arbeitsbeginn lange Schlangen vor den wenigen Teststraßen bilden.“

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Die Gültigkeit der PCR-Tests muss auf zumindest fünf Tage verlängert werden.

Erwin Zangerl

Weiters fordert der AK-Boss, dass klar geregelt sein muss, welche Arztpraxen und Apotheken neben den Teststraßen Leistungen anbieten. Zudem plädiert Zangerl dafür, „dass die Gültigkeit der PCR-Tests auf zumindest fünf Tage verlängert werden muss“. Nicht zuletzt müssten die Corona-Tests weiterhin gratis bleiben, so die letzte Forderung.

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