20.10.2021 17:00 |

Körperliches gestalten

Ausstellung: Vergiss den Traum und tanz weiter

„Tür zu“, nennt Sevda Chkoutova den ersten von ihr gezeichneten, äußerst inhaltsreichen Film. Dieser feiert im Rahmen einer Ausstellung der international renommierten Künstlerin in der Wörgler Galerie am Polylog am 29. Oktober seine Premiere.

Sveda Chkoutova erschafft in ihren Darstellungen mit Blei- und Buntstift Körperliches, das – ohne zuvor gezeichnete Konturen – räumlich wirkend Gestalt annimmt. Ihre Motive bestehen aus einem fragilen, meisterlich gekonnten Spiel, welches sich zwischen weißem Papier, den Schattierungen von hell und dunkel bewegt und damit als Ergebnis die Form des Erzählens ihrer individuellen Lebensgeschichte darstellt.

Kunst wird zur Sprache des Persönlichen
Seit nunmehr 20 Jahren zeichnet die inzwischen international renommierte Künstlerin teils großformatig den weiblichen Körper, um die eigene Geschichte zu verarbeiten. 1978 in Bulgarien geboren, hat sie nach Beendigung ihrer Schulzeit im Kunstgymnasium in Sofia ihr Heimatland verlassen, um in Österreich ein neues Leben zu beginnen – in Form des Studiums an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei der amerikanischen Künstlerin Sue Williams und bei Hubert Schmalix.

Weitere Vorbilder
Inspiration stellen für sie aber auch die großen Künstler der Vergangenheit - wie Leonardo da Vinci, von dessen „Dame mit dem Hermelin“ - dar, von denen Sevda Chkoutova fasziniert ist. Aber auch Radierungen von Rembrandt oder Goya üben eine gewaltige Anziehungskraft auf sie aus. Die Wörgler Galerie am Polylog unter dem Kurat von Günther Moschig zeigt nun vom 30. Oktober bis zum 4. Dezember Werke der bulgarischstämmigen, in Wien lebenden Künstlerin.

Die Filmpremiere findet in Wörgl statt
Das Highlight dabei ist sicherlich die Präsentation ihres ersten Zeichentrickfilms „Tür zu“. Der Titel der Ausstellung „Vergiss den Traum und tanz weiter“ bezieht sich auf den Filminhalt, der mit einem fröhlichen Tanz endet. Die Kunsthistorikerin Sabine Fellner fasst die Filmanimation folgendermaßen in Worte: „Chkoutova gelingt hier die Rückeroberung weiblicher Lust und Körperlichkeit.“ 

Hubert Berger
Hubert Berger
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