Nach Corona-Pause

Bio-Bäckerei öffnet wieder ihre Gastro-Pforten

Heimatverbundenheit und die Liebe zu echtem Bio-Handwerk: Wer einmal in Wien in der Bäckerei Öfferl zu Gast war, wird bestätigen können, dass es sich dabei nicht nur um Werbe-Slogans handelt. Umso erfreulicher, wenn jetzt nicht nur „Brote mit Charakter“ und viele süße Gaumenfreuden aus dem Ofen gezaubert werden, sondern sich die Betreiber auch ganz der Liebe zum Kaffeegenuss verschrieben haben. Ab Mittwoch können sich die Wiener davon selbst überzeugen: Die Gastronomie in der Filiale des Bio-Bäckers in der Wollzeile öffnet nach längerer Corona-Pause endlich wieder.

Soviel steht fest: Neben dem Brot - aus Zutaten aus der biodynamischen Landwirtschaft - nimmt sich Öfferl auch für den Kaffee ausreichend Zeit. Die innovative Bäckerei aus dem niederösterreichischen Weinviertel - die konsequent auf Bio setzt und mittlerweile in Wien mit drei Filialen und einem Pop-up-Store auf der Mariahilfer Straße vertreten ist - röstet auch ihren Kaffee selbst. Eine coronabedingte Gastro-Pause nutzte der Familienbetrieb, um sich noch intensiver mit seinem Kaffee-Angebot auseinanderzusetzen. Was dies für das Geschmackserlebnis bedeutet, davon konnte sich die „Krone“ am Dienstag selbst überzeugen.

Die Präsentation der neuen Kaffeesorten wurde dabei fast schon zu einer spannenden Lehrstunde rund um die heiß begehrten braunen Bohnen. Da geht mit den Vortragenden die eigene Kaffee-Leidenschaft durch, das merkt man. Und es wird schnell klar: Hier entsteht ein Kaffee mit Charakter, bei dem konsequent stets auch die Menschen dahinter im Fokus stehen. Denn Öfferl bezieht die Kaffeebohnen direkt von Bauern, „welche die Hingabe für Handwerk und die Arbeit mit Rücksicht auf die Natur teilen“.

Ökologischer Anspruch und Nachhaltigkeit
In der Bäckerei ist man überzeugt: „Nur wenn es Natur und Mensch gut geht, entsteht Kaffee, der mehr ist als fair.“ Die Menschen, von denen Öfferl ihre Kaffeebohnen bezieht, sind in Lateinamerika und Afrika zu Hause. Der ökologische Anspruch und der Wille zur Nachhaltigkeit zeigen sich dabei auch in den aluminiumfreien Verpackungen des Kaffees. Kaffee „heißt für uns, ihn nicht nur selbst zu trinken, sondern auch alles rund um Anbau und Herkunft der Bohnen, Röstung und Zubereitung zu hinterfragen“, sagt Georg Öfferl über den Hintergrund des selbstgerösteten Kaffees.

Für Lukas Uhl, Bäcker- und Müllermeister, der auch für die Röstung des Kaffees verantwortlich zeichnet, geht es vor allem darum, die beste Qualität aus einer hervorragenden Rohware zu bekommen. „Gleich wie bei der Herstellung von Brot ist das Rösten von Kaffee ein traditionelles Handwerk und entscheidend für den Geschmack des Kaffees. Es ist eines der aromatischen Naturprodukte und deshalb besonders spannend.“

Eine Ode an den Filterkaffee
Neu im Sortiment finden Kaffeetrinker, die in Wien ja durchaus anspruchsvoll sind, ab sofort zwei speziell für Filterkaffee geröstete Bohnen und zwei neue Espresso-Röstungen. Und wer jetzt die Nase rümpft, wenn er an Filterkaffee denkt, der sollte allein deshalb der Bäckerei einmal einen Besuch abstatten. Denn auch hier stellen die Weinviertler ihre große Liebe zum Kaffee unter Beweis: Sie schaffen es, den generell eher schlechten Ruf von Filterkaffee kräftig aufzupolieren, wie selbst eingeschworene Espresso-Trinker beim Test zugeben müssen. Auch davon konnte sich die „Krone“ selbst überzeugen. Fazit: Von wegen bittere Brühe, wie man sie von so manchem 08/15-Hotelfrühstück in Erinnerung haben mag.

Der Familienbetrieb freut sich jedenfalls, ab dem 13. Oktober im Bistro in der Wollzeile endlich wieder Gäste „zum Frühstück mit hausgerösteten Kaffee zu empfangen“. Die Gastro-Pforten sind von Mittwoch bis Sonntag von 8 bis 15 Uhr geöffnet. Das Frühstück gibt es jetzt sogar durchgehend bis 15 Uhr - womit auch Langschläfer am Wochenende die Chance auf ein Bio-Frühstück haben.

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