11.10.2021 19:15 |

Mission „AMADEE-20“

Physiker aus Österreich wohnt 3 Wochen am „Mars“

Fast drei Jahre nach dem bislang letzten derartigen Projekt im Oman führt Österreichs Weltraumforum (ÖWF) seit Montag gemeinsam mit Partnern erneut eine Mars-Analog-Mission namens „AMADEE-20“ durch. Ziel es ist, die Arbeit von Astronauten in marsähnlichen Umgebungen zu erforschen - in Kombination mit Robotern und modernster Technik.

Schauplatz ist ein riesiger Erosionskrater in der israelischen Negev-Wüste, wo die geologischen Bedingungen denen der Marsoberfläche ähneln. Seit Montag, leben die sechs Forscher drei Wochen lang isoliert in der Station im Machtesch Ramon, einem 40 Kilometer langen Erosionskrater.

Dort werden die fünf Männer und eine Frau leben und arbeiten und die Anlage dann verlassen, wenn sie die 25 geplanten Experimente durchführen. Unter ihnen ist auch der 1982 in Wien geborene Robert Wild, Physiker an der Universität Innsbruck. Seine Kollegen kommen aus Portugal, Spanien, Deutschland, den Niederlanden und Israel.

Getestet werden auch Flüge mit Drohnen. „Auf dem Mars gibt es kein GPS, deshalb müssen sich die Geräte an der Oberfläche des Planeten orientieren“, sagt Christian Brommer von der Forschungsgruppe Control of Networked Systems an der Universität Klagenfurt.

Für die Tests eignet sich die Negev-Wüste ideal, da der Boden dem des Mars besonders ähnelt. Der aktuell auf dem Mars eingesetzte Helikopter „Ingenuity“ setze die in Klagenfurt mitentwickelte Navigationstechnik bei mehreren Flügen auf dem Roten Planeten bereits erfolgreich ein.

 Kronen Zeitung
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