Nur knapp überlebt

Taxler in Graz arg verprügelt: “Habe Angst zu erblinden”

Steiermark
19.03.2011 17:44
Erschütternd, wie gewalttätig Menschen sein können: Mit Schlägen und Tritten gegen den Kopf ist ein Taxi-Chauffeur (kleines Bild) in der Nacht zum Aschermittwoch in Graz von einem Fahrgast auf brutalste Weise verprügelt worden. Die Spuren der Gewalt spiegeln sich im Gesicht des Opfers, das erst jetzt operiert werden konnte, wider.

Der mit einer Grazerin verheiratete Industriekaufmann Essam-Eldin A. arbeitet seit elf Jahren nebenher als Taxifahrer. Die Liste der Verletzungen, die dem Vater von zwei Kindern zugefügt wurden, ist schockierend und lang.

Vielzahl schwerster Verletzungen
"Ich habe einen Oberkiefer- und Mittelgesichtsbruch, einen Nasen- und Stirnbeinbruch, einen Sprung in der Schädeldecke, Gehirnblutungen, Hämatome am Hals, ein Schädel-Hirn-Trauma, mein linkes Trommelfell ist kaputt, außerdem muss ich befürchten, dass ich an meinem linken Auge erblinde", berichtet der eingebürgerte Ägypter. "Wegen der Gehirnblutungen konnte ich erst jetzt operiert werden. Es hat vier Stunden gedauert, und es wird nicht die letzte Operation gewesen sein."

Betrunkener wollte 10,60 Euro nicht zahlen
Was war passiert? "Ich habe Fahrgäste zu einem Lokal in der Beethovenstraße gebracht. Dort ist ein Betrunkener eingestiegen. Er hat gesagt, dass ich ihn nach Don Bosco zum Holz Stark bringen soll. Das hab ich getan, unterwegs hat er geschlafen." Als es ans Zahlen ging, habe der Unbekannte gefragt: "Wo sind denn die anderen?" Essam-Eldin A.: "Ich hab ihm geantwortet, dass er ja allein im Wagen gesessen ist und er den Fuhrlohn, der 10,60 Euro ausmachte, zahlen muss. Dann hat er noch mit Freunden telefoniert und zu ihnen gesagt, dass ihm ein Taxler Stress macht."

Keine Spur vom Täter
Nach Informationen der "Krone" stiegen sowohl Täter als auch Opfer aus dem Fahrzeug aus - dann schlug der Unbekannte den Taxifahrer von hinten nieder und trat ihm, als er bereits am Boden lag, ohne Hemmungen mit voller Wucht gegen den Kopf. "Ein Kollege, der zufällig vorbeikam, hat mir das Leben gerettet", sagt Essam-Eldin A. Als der Schläger den zweiten Taxler bemerkte, ergriff er die Flucht. Von dem Gewalttäter fehlt nach wie vor jede Spur.

von Peter Riedler ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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