Tipps für gute Luft
Pfui – das stinkt mir ganz gewaltig!
Besonders störend fallen die mehr oder weniger starken, unangenehmen Gerüche nach den kalten Wintermonaten auf. Nicht von ungefähr, denn zu den beliebtesten „Winter-Faulheitssünden“ zählt, zu wenig und auch nicht richtig zu lüften. Daher: Regelmäßiges, ausgiebiges Lüften und auch gründliches Putzen ist nach wie vor das beste Mittel gegen Geruchsbelästigungen in Haus und Wohnung.
Doch nicht immer ist damit das Geruchsproblem wirklich gelöst – und manchmal lassen sich schlechte Gerüche auch einfach nicht vermeiden.
Das stört uns in Bad und WC am meisten
Unbestritten der heikelste Bereich des Wohnbereiches in punkto „Duft“ ist das familieneigene WC. Wie sehr jedoch die unangenehmen Geruchsentwicklungen dort den Österreichern tatsächlich „stinken“, zeigte jetzt die aktuelle „Geberit-Sanitärstudie 2011“ auf: Für immerhin 38 Prozent der Befragten ist diese Geruchsentwicklung in Bad und WC das Hauptärgernis Nummer eins in allen Sanitärfragen, gefolgt von verstopften Abläufen (20 Prozent), veralterter Ausstattung (17 Prozent) und unpraktischen Einhängern für WC-Hygiene (14 Prozent).
Verschärft wird das Gestank-Problem häufig noch dadurch, dass in vielen Wohnungen das WC ein fensterloser Raum ist und auch Belüftungsanlagen und Sprays bei weitem nicht immer den gewünschten Erfolg bringen. Auch der alte Trick, ein Streichholz zu verbrennen oder eine brennende Kerze aufzustellen, erweist sich in der Praxis als aufwendig und überdies auch nicht immer als ungefährlich (Verbrennungsgefahr!).
Nicht zufällig also verbindet Geberit daher mit der Präsentation der „Sanitärstudie“ die Vorstellung des neuesten Produktes „DuoFresh“, das unangenehme Gerüche gleich dort entfernen soll, wo sie entstehen. Und so funktioniert es: Hinter der Optik einer klassischen Spülung an der Wand verbergen sich eine elektronisch gesteuerte Absaugeeinheit, ein austauschbarer Aktivkohlefilter und zusätzlich ein Einwurfrahmen für Spülkastensteine. Die Luft selbst wird durch den Aktivkohlefilter gereinigt und wiederum geruchlos dem Raum zugeführt, die Hygienewürfel im Spülkasten sorgen für zusätzlichen Frischeduft ohne weitere Halterungen.
Wenn es am Abfluss liegt
Für schlechte Gerüche können allerdings auch stinkende Abflüsse verantwortlich sein, die schon so manchen Haus- und Wohnungsbesitzer in den (Beinahe)-Wahnsinn getrieben haben. Das Problem ist nicht auf Bad und WC beschränkt, besonders die Küche (Spüle, Geschirrspüler) ist vom unangenehmen Dauergeruch betroffen. Die Ursachen sind vielfältig und nicht immer auf den ersten Blick erkennbar: Schuld am Gestank können eine Verstopfung, eine Verschmutzung, aber auch eine falsche Belüftung oder Montage des Rohrsystems sein.
Tipps: Abflüsse regelmäßig gründlich durchspülen, am besten mit kochendem Wasser. Ein bewährtes Hausmittel ist es auch, zwei Esslöffel Salz in den Abfluss zu geben und nach etwa einer guten halben Stunde Einwirkzeit mit reichlich kaltem Wasser nachspülen. Achtung Küchenabfluss: Hier ist oft das Fett am unangenehmen Geruch schuld. Regelmäßig zwei Löffel Soda in den Ausguss füllen, einwirken lassen und mit viel heißem Wasser nachspülen!
Reicht ein solches kräftiges Durchspülen für die Beseitigung der Gerüche nicht aus, kann es auch an einem stark verschmutztem Siphon liegen. Dieser muss dann demontiert und gereinigt werden. Gegebenenfalls fachmännische Hilfe holen!
Fehler im Rohrsystem können nur vom Installateur überprüft und behoben werden!
Und noch einige Frische-Tipps für die Wohnung:
- Rauch- und Zigarettengeruch: Natürlich liegt die erfolgreichste Methode darin, gar nicht mehr – oder wenigstens nur am Balkon - zu rauchen! Hat sich aber nun einmal unangenehmer kalter Nikotingeruch im Raum (und auch in Polstermöbeln) festgefressen, hält Omas Trickkiste gleich einige Tipps parat: Ein oder mehrere Gläser Milch in den Raum stellen, nach ein, zwei Tagen ist der Geruch weg! Wem das wertvolle Lebensmittel dafür (verständlicherweise!) zu schade ist, kann es auch mit einem nassen Schwamm, der über Nacht in den Raum gehängt wird, versuchen - oder mit einer Schale mit Wasser und Essig (zwei Drittel Wasser, ein Drittel Essig). Auch Polstermöbel können mit Essigwasser vorsichtig abgebürstet werden (vorher an versteckter Stelle probebürsten, um etwaige Farb- und Materialschäden zu vermeiden).
- Kühlschrank: Ein kleines Schälchen Backpulver im Kühlschrank soll erfolgreich Schluss machen mit aufdringlichen Gerüchen. Das Backpulver muss ca. alle drei bis vier Wochen ausgetauscht werden. Wahre Wunderkräfte werden übrigens auch Kaffee (Bohnen oder gemahlen) nachgesagt - es darf übrigens auch ruhig der gebrauchte Kaffeefilter vom Morgenkaffee verwendet werden.
- Staubsauger: Riecht es beim Saugen unangenehm, so hilft es bei wiederverwendbaren Staubsaugerbeuteln, die nach einiger Zeit modrig riechen können, etwas Waschpulver aufzusaugen. Plus: Beim anschließenden Saugen soll dann auch die ganze Wohnung nach frischem Waschmittel riechen.
- Backofen: Die Schalen (!) von Orangen und Zitronen kurz erhitzen!
- Alte Bücher: Beginnen nach einigen Jahren einen leicht „angestaubten“ Geruch zu entwickeln. In eine verschließbare Schachtel legen, Boden mit Aktivkohle bedecken, Buch in einer Schale in die große Schachtel stellen. Nach einigen Tagen sollten die Bücher wie neu riechen…
- Myrtenöl: Ätherischem Myrtenöl wird eine besonders starke Wirkung gegen alle schlechte Gerüche nachgesagt. Einige Tropfen des Öls in das Putzwasser geben und damit Boden, Kacheln und Fliesen abwischen. Funktioniert auch sehr gut mit Zitronenöl.



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