Fast täglich erreichen uns Meldungen, dass herrenlose Tiere aufgegriffen und abgegeben werden. Hasen landen in Kartons auf der Kellerstiege, Katzen in Transportboxen auf dem Treppelweg nahe der Donau, Hunde werden an Laternen angebunden und nie wieder abgeholt - es sind zahllose Schicksale, die Tierfreunde traurig stimmen. Nun ein weiterer Fall, aber diesmal konnte der grausame Besitzer ausgeforscht und zur Kasse gebeten werden.
Anfang Juni wurde ein zutraulicher junger Hund im 21. Bezirk von einer Frau in die Polizeistation gebracht. Sie gab an, dass ihr ein Kind die Leine des Hundes mit den Worten „Meine Eltern wollen ihn nicht mehr“ in die Hand gedrückt hätte und davon gelaufen wäre. Durch intensive Recherche des Veterinäramts konnte nun der ehemalige Besitzer ausgeforscht werden. Dieser muss nun die Unterbringungskosten im Tierheim - immerhin 2000 Euro - zahlen. Der Hund wurde bereits an neue Besitzer vermittelt.
Die Stadt Wien recherchiert sehr genau die Herkunft des Tieres. Die Unterbringungskosten müssen jedenfalls vom ehemaligen Tierhalter gezahlt werden.
Ruth Jily, Chefin des Veterinäramts
Unser Appell
Es kann immer wieder zu Notsituationen kommen, das heißt aber nicht dass man seinen Vierbeiner unelegant einfach aussetzt und sich selbst überlässt. Wenn Sie Ihr Tier nicht behalten wollen bzw. können, wenden Sie sich daher bitte an Tierheime oder an uns bei der „Krone Tierecke“ unter tierecke@kronenzeitung.at. Hier erhalten Sie Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Platz und der Weitervermittlung.
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