Die Messi-Verpflichtung durch Paris St.-Germain sorgt bei den Beobachtern rund um den Fußball-Globus weiterhin für Begeisterung und Erregung, ABER auch für Stirnrunzeln! Dass PSG, Manchester City oder Chelsea trotz Financial Fairplay (FFP) weiter mit Hunderten Millionen um sich werfen, beschäftigt die Konkurrenten. Es dürfte kein Zufall sein, dass gerade jetzt ein „Zuckerl“ der UEFA durchsickert. Die will nämlich mit dem FFP machen, was mit der seit elf Jahren existierenden Regelung nach Meinung von Kritikern faktisch längst geschehen ist: abschaffen!
Stattdessen soll einem Bericht von „The Times“ zufolge eine Gehaltsobergrenze eingeführt und Verstöße mit einer Luxussteuer bestraft werden.
Beim FFP dürfen die Klubs über die zurückliegenden drei Jahre ein Defizit von maximal 30 Millionen Euro aufweisen. Der neue Vorschlag sieht vor, dass künftig jährlich evaluiert wird und 70 Prozent des Umsatzes für Gehalt aufgewendet werden dürfen. Liegt man darüber, muss als Strafe die Luxussteuer gezahlt werden, die dann über einen Topf an Klubs verteilt wird. Erst Wiederholungstätern droht wie bereits jetzt beim FFP der Ausschluss vom europäischen Wettbewerb.
Zum Vergleich: Paris hatte laut einem Bericht des Wirtschaftsprüfers KPMG in der Saison 2019/20 einen Jahresumsatz von 541 Millionen Euro und gab 405 Millionen für Gehälter aus, also knapp 75 Prozent. Mit Messi und Co. werden nun beide Zahlen steigen. Zwar werden für die neuen Stars gehörig Gagen fällig, über Merchandising und andere Einnahmen wird sich der Umsatz aber in neue Höhen schrauben.
Verabschiedet werden soll der neue Vorschlag auf einem Gipfel zur Zukunft des europäischen Fußballs im kommenden Monat in der Schweiz. Dort wird auch PSG-Boss Nasser El Khelaifi als UEFA-Exekutivmitglied und Chef der europäischen Klubvereinigung ein Wort mitreden. Die Luxussteuer dürfte ihm ein Lächeln ins Gesicht zaubern, denn Geld ist bei PSG und in Katar nun wahrlich nicht das Problem ...
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