UEFA-Cup

Niederlagen für GAK und die Austria

Sport
27.11.2004 13:43
Der Erfolgsrun der österreichischen Teams im Uefa-Cup fand am Donnerstag ein jähes Ende: Sowohl der GAK (0:3 bei den Rangers) als auch die Austria (0:1) bei Dnjepropetrovsk mussten bittere Auswärtsniederlagen einstecken. Besonders bitter: Schon vor dem Spiel wurden zehn "Veilchen"-Fans von ukrainischen Hooligans verprügelt - und mussten mit Veilchen die Heimreise antreten.
Glasgow Rangers - GAK 3:0 (0:0)
Nichts wurde es aus dem vorzeitigen Aufstieg fürdie Grazer. Beim Tabellenführer Glasgow Rangers gab es einebittere - und zu hohe - 0:3-Niederlage. In der ersten Hälftewaren die Grazer die stärkere und gefährlichere Mannschaftund ließen sich auch von 50.000 schottischen Fans im Ibrox-Parknicht einschüchtern. Der Heimmannschaft gelang erst nachrund 20 Minuten der erste Torschuss. Zu diesem Zeitpunkt hatteder GAK schon mehrmals das Tor von Klos unter Beschuss genommen.Besonders kurios: das erste GAK-Foul kam erst nach 40 Minutenzu Stande.
 
Mit 0:0 ging es in die Pause und alles sah ganznach einer weiteren großartigen Europacup-Vorstellung desGAK aus. Aber scheinbar ließen die Grazer in der Pause ihrengesamten Mut und Spielwitz in der Kabine, denn plötzlichließ man sich von den keinesfalls beeindruckenden Schottendas Spiel aufzwingen. In der 58. Minute dann das 1:0 fürdie Rangers: an einer Freistoßflanke segelt Ehmann vorbei,am langen Eck wartet Novo, der mit einem flachen Schuss ins EckSchranz bezwingt.
 
GAK-Trainer Schachner nutzt in der Folge das Austauschkontingentvoll aus und setzt auf totale Offensive. Einzige Ausbeute istaber ein Kopfball von Roland Kollmann in der 75. Minute. Die Grazerdrücken weiter, aber in der 86. Minute dann die kalte Dusche:wieder ein Freistoß von links, Kopfball von Prso, den Sickgerade noch auf der Linie abwehren kann. Aus dem Gestocher erzieltArvelaze aber das 2:0. das 3:0 durch Namouchi in der 93. Minuteist dann nur noch Draufgabe. Eine tolle kämpferische Leistungdes GAK wird am Ende nicht belohnt, die Rangers sind mit diesemSieg praktisch schon in der nächsten Runde.
 
Dnejpropetrowsk - Austria 1:0 (1:0)
Bereits vor dem Spiel wurde eine 10-köpfigeGruppe des Austria-Fanclubs "Bulldogs" beim Verlassen einer Pizzeriavon einem rund 30 Mann starken ukrainischen Schlägertruppverprügelt. Die Verletzten wurden von Austria-Teamarzt Kmenversorgt. Unter anderem wurde bei einem Fan eine Rissquetschwundeam Kopf, bei einem anderen Fan eine Jochbeinprellung diagnostiziert.
 
Durch einen Treffer von Nasarenko in der 19. Minutehat Dnjepropetrovsk seine Tabellenführung in der Gruppe Causgebaut und hält nach drei Spieltagen bei 9 Punkten. DieAustria bleibt nach der - unnötigen - Niederlage auf dreiZählern sitzen.
 
Das Spiel wurde bei minus 10 Grad angepfiffen,wer meinte, dass diese Temperaturen die Spieler zu vermehrterLaufarbeit animieren würden, wurde aber enttäuscht.Bis zur 19. Minute plätscherte das Spiel vor sich hin. Dannein rascher Auswurf des ukrainischen Torhüters, der Ballkommt zu Nasarenko und der überrascht Didulica mit einemplatzierten Weitschuss - das sollte auch die einzige ganz großeChance für dieUkrainer bleiben.
 
Auf der anderen Seite merkte man der Austria dasFehlen von sechs Stammspielern deutlich an. In der ersten Hälftekommt man zu keiner einzigen Torchance.
 
Nach der Pause plätschert das Spiel zunächstweiter vor sich hin - fast hatte man den Eindruck, dass die Austrianicht mehr konnte. Das sollte sich allerdings mit der Einwechslungvon Vladimir Janocko (67.) ändern. In den letzten 15 Minutenmachte die Austria viel Druck und kam durch Janocko, Sionko, Blanchardund Vastic noch zu guten Chancen, die allesamt vergeben wurden.Am Ende musste die Austria mit leeren Händen die Heimreiseantreten - Dnjepropetrovsk ist bereits fix für die nächsteRunde qualifiziert.
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(Bild: KMM)



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