Deal mit IT-Riesen fix

Neuer Coup: Microsoft-Millionen als Riesengewinn

Bereits im Herbst hat Microsoft angekündigt, eine Milliarde Euro zu investieren, um Österreich zur „Cloud-Rechenzentrumsregion“ zu machen. Herzstück des Plans sind dabei drei Projekte in der Ostregion. Nach Schwechat im niederösterreichischen Bezirk Bruck an der Leitha dürfte nun auch ein Standort in der Einkaufsmetropole Vösendorf angedacht sein. Ein drohendes Logistikzentrum samt Lkw-Flut ist somit vom Tisch.

Die Zukunft der Brunner Heide war – die „Krone“ berichtete – in den letzten Wochen Grund für viele Fragen und Sorgen in Vösendorf, Bezirk Mödling. Direkt neben der Anton-Benya-Straße sollte ein weitläufiges Logistikzentrum entstehen. Diese Pläne sorgten natürlich für gehörigen Wirbel.

Verkehrskollaps verhindert
Die Lawine an zusätzlichen Lkw hätte zu einem regelrechten Verkehrskollaps geführt, so die Kritiker. Zu jenen gehörte auch Bürgermeister Hannes Koza, welcher deshalb in den vergangenen Monaten viele Gespräche mit dem Grundstücksbesitzer, der Rainer-Gruppe, geführt hat. „Das Logistikzentrum schwebte wie ein Damoklesschwert über der Region. Ich wollte daher unbedingt über mögliche Alternativen sprechen. Zum Glück traf ich einen offenen und konstruktiven Gesprächspartner“, so Koza.

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Rund sechs Hektar werden beansprucht. Das Gebäude wird alle Umweltstandards erfüllen und entspricht der Öko-Linie von Microsoft.

Hannes Koza, VP-Bürgermeister Vösendorf

Die zahlreichen Verhandlungsrunden tragen nun auch Früchte, ein regelrechter Paukenschlag folgt: Statt dem Logistikzentrum konnte der IT-Gigant Microsoft gewonnen werden. Vösendorf wird in Zukunft einer von nur drei Standorten zur Umsetzung der Rechenzentrum-Strategie sein. Und der Branchenprimus investiert dafür auch mehrere Millionen Euro in den nächsten Jahren. Es sollen auch gut bezahlte Jobs geschaffen werden, heißt es bereits.

Umweltschutz trotz Bauprojekt 
Vor allem soll aber auch das nahe Wohngebiet berücksichtigt werden, weshalb ein dreißig Meter breiter Grünstreifen angelegt wird, um die Lebensqualität zu wahren. „Dass im Gebiet der Brunner Heide gebaut wird, war nicht zu verhindern, daher war die Prämisse, zukunftsorientiert zu handeln“, so Koza. Daher ist das Prestigeprojekt ein Riesengewinn.

Josef Poyer
Josef Poyer
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