Die Ost-Öffnung sorgt erwartungsgemäß für Verunsicherung: Wenn jeder EU-Bürger ohne spezielle Bewilligung in Österreich arbeiten darf, dann könnte das auch das heimische Lohnniveau entsprechend drücken.
Ausländische Arbeiter geben's billiger als heimische und könnten dem einen oder anderen Steirer den Job vor der Nase wegschnappen. Außerdem stöhnt die Baubranche: Ost-Firmen dürfen ab 1. Mai ohne Weiteres Aufträge annehmen. Experten schätzen, dass gut 2.000 "Hackler" - die meisten aus Slowenien, aber auch Ungarn sind dabei - auf den steirischen Arbeitsmarkt drängen werden.
"Gut qualifizierte Leute sind schon längst da"
Beim Grazer AMS ist man auf den Ansturm vorbereitet, erklärt Europa-Fachmann Hermann Gössinger: "Wir sind bereits mit den slowenischen Arbeitsämtern in Kontakt, die uns sagen, wer bei ihnen gemeldet ist." Im Mai werde bei unserem Nachbarn zudem eine große Jobmesse veranstaltet. Müssen die Steirer jetzt um ihren Arbeitsplatz fürchten? AMS-Chef Karl-Heinz Snobe kalmiert: "Nein, denn gut qualifizierte Leute sind schon längst da."
von Gerald Schwaiger ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
Symbolbild









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.