Komet-Projekt

Bürgerinitiative: Bauwerber will Mieter zermürben

Wien
17.02.2011 17:35
Beim umstrittenen Hochhausprojekt auf den Meidlinger Kometgründen scheint Sand ins Getriebe geraten zu sein, da die Mieter nicht so einfach aus Häusern zu bringen sind, die der Bauwerber abreißen möchte. Aus diesem Grund wende er gegen die Bewohner eine Zermürbungstaktik an, um an die Grundstücke zu kommen.

So erhielt der Betreiber des Imbisses in der Schönbrunner Schlossstraße 2 dieser Tage die schriftliche Aufforderung, sein Lokal bis Ende Februar zu räumen – das Haus komme weg. Offenbar eine Reaktion des Komet-Bauwerbers auf die Ablöseforderungen des Mannes, die abgelehnt worden waren.

Eine reine Schikane?
Schauspielerin Erika Mottl, Sprecherin der Komet-Bürgerinitiative, sieht darin eine reine Schikane: "Viele Mietparteien aus dem Wohnhaus wollen nicht ausziehen. Ein Abriss ist daher auf Grund der Mieterrechte in absehbarer Zeit gar nicht möglich." Erika Mottl kreidet an, dass sich die Schaffung vollendeter Tatsachen durch formal unkorrekte Vorwegnahmen durch das ganze Verfahren ziehe.

Das begann schon bei der Präsentation des Hochhausmodells: Vier Wohnhäuser auf dem vorgesehenen Baugrund gab es hier nicht mehr. Verschwunden waren bald auch fünf große Bäume. Sie wurden vom Bauwerber gefällt, weil sie laut Bescheid ihre "physiologische Altersgrenze" erreicht hatten. Alle vier auf einmal

Abrissgenehmigung nach zwei Bränden
Oder: Die Mieter eines Hauses wurden angeschrieben, dass das Gebäude bald abgerissen würde. Eine Genehmigung lag aber nicht vor. Nachdem das Haus dann geräumt war, kam es hintereinander zu zwei Bränden. Danach gab es plötzlich die gewünschte Abbruchgenehmigung.

von Erich Vorrath, Kronen Zeitung 

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